Martina Zisler aus Krieglach leitet den Jagdkurs des Jagdschutzvereins Mürzzuschlag, einen Infoabend zum kommenden Kurs gibt’s am 6. November.
Die Krieglacherin Martina Zisler übernimmt die Leitung des offiziellen Jagdkurses des Steirischen Jagdschutzvereins Mürzzuschlag. Der Kurs dient zur Vorbereitung auf die Prüfung für die Erlangung des Jagdscheins bzw. die Aufsichtsjägerprüfung.
Wissen und Verständnis
„Als Leiterin des Jagdkurses Mürzzuschlag möchte ich meine Begeisterung für Wildtiere, Natur und ihre Zusammenhänge weitergeben“, sagt Zisler, die sich auch beruflich intensiv mit Wildtier-Lebensräumen und den Wechselwirkungen zwischen Jagd, Wald und Naturraum beschäftigt. „Mir ist sehr wichtig, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur Wissen für die Jägerprüfung mitnehmen, sondern auch Verständnis für ökologische Zusammenhänge, Praxis und die Verantwortung, die mit Jagd verbunden ist“, sagt sie.
Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt.
Martina Zisler
Der Kurs richtet sich an angehende Jägerinnen und Jäger ebenso wie an Naturinteressierte. Nach dem Motto „Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt“ möchte Martina Zisler gemeinsam mit den Kurs-Vortragenden Naturverständnis, fundiertes Fachwissen und einen respektvollen, sorgsamen Umgang mit Wild und Umwelt vermitteln. Einen unverbindlichen Infoabend über den Jagdkurs 2026/27 des Jagdschutzvereins Mürzzuschlag gibt es am Freitag, dem 6. November, um 18 Uhr im Gasthaus Stix in Krieglach.
Die vielen Facetten der Jagd
Die Jagd ist einerseits Ernte, andererseits Hege und Lebensraumschutz sowie mit beidem verknüpft wichtiges Regulativ fürs Wohlergehen der Wälder – ob bewirtschafteter Forst, an dem Existenzen hängen, oder Schutzwald, der übergeordneten Sicherheitsinteressen dient. Gleichzeitig steht die Jägerschaft aber auch für wertvolles Brauchtum. „Die Jagd definiert sich über zahlreiche Facetten, und es ist schön, dass bei uns in der Region alle so gut ausgeprägt und so mit Leben erfüllt sind“, sagt Martin Spreitzhofer, Obmann des Jagdschutzvereins Mürzzuschlag und stellvertretender Bezirksjägermeister. „In der Jagdausübung selbst, bei den Schützen, im Hundewesen, in der Musik und in den zahlreichen Aktivitäten der Jägerinnen – unser Bezirk ist überall ganz vorne dabei, und das erfüllt mit Dankbarkeit fürs große Engagement der Leute, die ihr Wissen und ihre Zeit dafür einsetzen“, so Spreitzhofer und Bezirksjägermeister Hannes Fraiß. Nächster Brauchtums-Höhepunkt im Jagdjahr sind die Hubertusfeiern rund um den 3. November. Bei den Festen zu Ehren des Schutzpatrons der Jagd werden traditionell auch die Jungjägerbriefe an jene verliehen, die in diesem Jahr die Jagdprüfung bestanden haben. „Da sind auch immer wieder Leute dabei, die gar nicht die Absicht haben, aktiv zu jagen, die den Kurs aber aus großem Interesse an der Natur absolvieren“, sagt Fraiß.




