Die Polizeidienststellen Krieglach und Veitsch werden zusammengelegt, ein gemeinsamer Standort wird gesucht. Die Initiative zur Fusion kam von der Belegschaft.
Die Polizeiinspektionen Krieglach und Veitsch (Gemeinde St. Barbara) werden zu einer gemeinsamen Dienststelle zusammengeführt. Die Initiative für diesen Schritt ging von den Polizistinnen und Polizisten der Dienststellen selbst aus, wie die Landespolizeidirektion Steiermark betont. Der Vorschlag stieß sowohl bei der Polizeidirektion als auch bei den Gemeinden Krieglach und St. Barbara auf Zustimmung. Organisatorisch erfolgt die Zusammenlegung mit Jänner 2027, es bleiben vorläufig beide Standorte, parallel läuft die Suche nach einem Platz für eine neue gemeinsame Inspektion an.
Gemeinden stehen dahinter
Die Gemeinderäte von Krieglach und St. Barbara stimmten in ihren Sitzungen vom 29. September 2026 über die Zusammenlegung ab. In Krieglach wurde das Vorhaben einstimmig befürwortet, in St. Barbara gab es eine einzelne Gegenstimme. Tags darauf informierten bei einem Medientermin im Veranstaltungszentrum Krieglach Bürgermeisterin Regina Schrittwieser, ihr Kollege Arno Russ aus St. Barbara, Landespolizeidirektor Gerald Ortner und Bezirkspolizeikommandant Franz-Kurt Grabenhofer über den geplanten Ablauf der Dienststellenfusion.

Eine Planstelle mehr plus Kriminaldienstgruppe
Der Personalstand wird im Zuge der Fusion um eine Planstelle erhöht, das heißt, statt bisher 16 in Krieglach und fünf in Veitsch werden künftig 22 Personen in der Inspektion tätig sein. Mit der Zusammenlegung geht auch die Einrichtung einer Kriminaldienstgruppe einher, die es in Dienststellen ab 19 Personen gibt. Sie wird ihren Schwerpunkt im Bereich Internetkriminalität haben, wie Gerhard Ortner sagte. Die Präsenz könne erhöht werden, es sei rund um die Uhr mindestens je eine Streife für St. Barbara und für Krieglach gewährleistet. Ein Punkt, den vor allem Schrittwieser und Russ sehr begrüßen.
Bessere Bedingungen fürs Personal
Die Schließungszeiten, derzeit speziell in Veitsch ein Thema, können deutlich reduziert werden. Fürs Personal bedeutet die Zusammenlegung bessere Planbarkeit der Dienstzeiten und dadurch auch erhöhte Chancen, an Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen bzw. Sonderfunktionen auszuüben. Bis auch ein neues gemeinsames Inspektionsgebäude bezogen werden kann, wird es laut Ortner und Grabenhofer voraussichtlich rund zwei Jahre dauern.
Neuer Kommandant in Krieglach
Genau einen Tag zu früh kam die Pressekonferenz für eine offizielle Vorstellung des neuen Krieglacher Inspektionskommandanten. Der bisherige Stellvertreter Andreas Hermann übernimmt die Leitung der Dienststelle mit 1. Oktober 2026 von Erwin Roßpaintner.





