Direkt hinter dem Thörler Gemeindeamt ist ein neues Wohnhaus mit zwölf Einheiten für Betreutes Wohnen errichtet worden.
Im Juli 2025 erfolgte im Thörler Ortszentrum der Baubeginn für zwölf neue Wohnungen, für die auch Betreutes Wohnen angeboten wird. „Es war ein steiniger Weg, aber jetzt wird zum Glück endlich gebaut“, sagte der Thörler Bürgermeister Christian Polaschek vor rund einem Jahr. Inzwischen steht zwischen dem Wirtschaftshof und dem Gemeindeamt das neue Wohnhaus, das auch innen bereits nahezu fertig ist. „Die Bauarbeiten schreiten zügig voran und wir befinden uns aktuell gut im Zeitplan“, sagt Gernot Krammer von der Kapfenberger Baufirma Bäck, die als Generalunternehmen im Auftrag der Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung das Gebäude errichtet. Die Fertigstellung und der Einzug der Mieter sind noch im heurigen Jahr geplant.
Unterstützung statt Heim
Insgesamt zwölf Wohneinheiten werden mit der Fertigstellung zur Verfügung stehen. „Acht Wohnungen sind für Einzelbelegung vorgesehen und vier für zwei Personen“, so der Bürgermeister, der von einem wichtigen Meilenstein im Gesamtwohnkonzept der Gemeinde Thörl spricht. „Beim Betreuten Wohnen handelt es sich um keine Heimpflege, sondern um Unterstützung bei administrativen Tätigkeiten. Von Montag bis Freitag wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Volkshilfe im Haus sein und den Bewohnern helfen“, erklärt Christian Polaschek. „Mit den neuen Wohnungen entsteht in Thörl nicht nur moderner Wohnraum, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Infrastruktur der Gemeinde. Leistbares Wohnen, Lebensqualität und Selbstständigkeit stehen dabei im Mittelpunkt“, sagt der Vorstand der Brucker Wohnbau Heinz Karelly.
Ein besonderer Grundriss
Optisch sieht das Gebäude etwas anders aus als vergleichbare Wohnbauten. „Die Geometrie des Hauses ist auch nicht klassisch, so hat es nur wenige rechte Winkel. Mit einem geradlinigen Grundriss wären wir jedoch in einen Bereich der roten Zone gekommen, in der ja nicht gebaut werden darf“, sagt Gernot Krammer von der Firma Bäck. Insgesamt ist eine Nettogeschoßfläche von knapp 400 Quadratmeter entstanden. Die Wohnungen weisen Größen von 45 bis 63 Quadratmeter auf. Zudem gibt es auch einen Gemeinschaftsraum im dreigestoßigen Bau, der natürlich auch barrierefrei ist.
Regionale Baufirmen im Einsatz
Als Bauherr fungierte bei der Errichtung die Brucker Wohnbau, die auch künftig der Vermieter und Ansprechpartner sein wird. Die Firma Bäck agierte als Generalunternehmer und koordinierte die unterschiedlichen Firmen und Gewerke auf der Baustelle. Die Zach Bauelemente GmbH installierte die Fenster, Innentüren, Wohnungstüren und den Sonnenschutz. Für die Spengler- und Dachdeckerarbeiten sowie für die Balkon- und Terrassenabdichtungen sorgte die Sprenglerei Greschak. Die Firma Grätzhofer & Vötsch erledigte die Heizungs- und Installationsarbeiten. Für die Elektroinstallationen zeichnete die Firma Elektro Fladischer verantwortlich. Das Unternehmen Ablasser kümmerte sich um die Fliesenböden in den Sanitärräumen und öffentlichen Gängen. Die Firma „Glatt & Fein“ erledigte die Trockenbauarbeiten sowie die Spachtel- und Malertätigkeiten. Die Tischlerei Binder baute sämtliche Küchen und die Einrichtung des Gemeinschaftsraumes.





