Vor wenigen Wochen hat die Feuerwehr Vordernberg ihr neues Rüsthaus bezogen, die Eröffnungsfeier findet am 8. August statt.
Am Samstag, dem 8. August, wird das neu gebaute Rüsthaus Vordernberg offiziell eröffnet. Ab 9.30 Uhr vormittags freuen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr auf möglichst zahlreiche und möglichst gut gelaunte Gäste (detaillierter Programmablauf am Ende des Beitrags).
Überlegungen seit 2014
„Es war eine lange Reise“, sagt der Kommandant der FF Vordernberg Christian Lanner über den Weg zur neuen Einsatzzentrale. „Die ersten Überlegungen, ob sich baulich beim alten Rüsthaus noch eine Zukunftslösung ausgeht oder ob etwas anderes gebraucht wird, gab es im Jahr 2014“, erzählt er. Schließlich fiel die Entscheidung für einen Neubau auf dem Areal des ehemaligen Fußballplatzes.

Viel Eigenleistung
Rund 2,75 Millionen Euro wurden für das Vorhaben veranschlagt, inklusive Umwidmung des alten Rüsthauses. Der Landesfeuerwehrverband steuerte 90.000 Euro als Förderung bei, die Feuerwehr Vordernberg selbst hat rund 200.000 Euro beigesteuert. Teils direkt als finanziellen Beitrag, teils durchs Einbringen von Arbeitsleistung, und zwar nicht zu knapp: Zirka 3000 Stunden haben die Feuerwehrleute ehrenamtlich mit angepackt.
Platz des Schutzpatrons
In Vorbereitung auf den Neubau musste fürs Gelände ein Hochwasserschutzwall errichtet werden, ebenso eine neue entsprechend tragfähige Zufahrtsbrücke. Der Baubeginn erfolgte im Frühsommer 2025, nach ziemlich genau einem Jahr Bauzeit ist die Feuerwehr heuer am 17. Juni ins neue Rüsthaus übersiedelt. Die Anschrift dort lautet nicht mehr wie einst Schönauweg 11, sondern viel passender Florianiplatz 1.

Profunde Partner
Geplant wurde das neue Vordernberger Rüsthaus vom Leobener Architekten Wolfgang Speer. Von der Projektentwicklung über die Entwurfs- und Einreichplanung, die Ausführungs- und Detailplanung bis hin zur Baubegleitung hinsichtlich der architektonischen Gestaltung hat er das Vorhaben quasi auf Schritt und Tritt begleitet. Jetzt stehen beiderseits des Präbichls „Speer-Rüsthäuser“, denn er hat auch die ebenfalls heuer fertiggestellte neue Zentrale der FF Eisenerz geplant. Apropos Eisenerz, unter den zahlreichen ausführenden Firmen beim Vordernberger Neubau war auch die Dachdeckerei Reiter aus der Nachbarstadt. Und apropos Dach, eine Photovoltaikanlage versorgt das neue Rüsthaus mit bis zu zehn Kilowatt Sonnenstrom. Für den Notfall gibt es zudem ein klassisches Aggregat mit 41 Kilowatt Leistung.
Effizienz
„Uns war eine eingeschoßige Ausführung wichtig, um die Wege und Abläufe unkompliziert zu gestalten“, sagt Kommandant Christian Lanner. In die Höhe ragt freilich trotzdem der Schlauchturm, der auch zu Übungszwecken genutzt werden kann. Die Aufzugsanlage für die Schläuche, die zum Trocknen aufgehängt werden, ist eine Eigenkonstruktion. Ebenfalls in den Bereich der Eigenleistungen der Feuerwehrler fallen die Schank im Mannschaftsraum sowie die Heavy-Duty-Küche aus Edelstahl.

45 Aktive
Die Fahrzeughalle verfügt über vier Stellplätze und eine Waschbox mit großen frontseitigen Toren. Auf der Rückseite des Hauses gibt es eine separate Ausfahrt für das kompaktere Mehrzweckfahrzeug der Wehr, einen Pick-up. Die Schmutzschleuse samt Stiefelwaschanlage ist direkt in die Fahrzeughalle integriert. Schon im „Schwarzbereich“, also vor der Schleuse, gibt es ein WC. In „Schwarz“ und „Weiß“ geteilt sind auch die Doppelspinde in den Umkleiden, natürlich getrennt für Männer und Frauen. Aktuell hat die Vordernberger Wehr 45 aktive Feuerwehrleute, sechs davon sind Frauen. Dazu kommen zwei ehemals Aktive sowie aktuell zwei Feuerwehrjugendliche. „Helfende Hände sind uns immer gerne willkommen“, sagt Kommandant Lanner.
Mobile Einsatzleitung
Teil des Festprogramms am 8. August ist auch die Segnung des neuen Einsatzleitfahrzeugs (ELF) für den gesamten Feuerwehrbereich (ist gleich Bezirk) Leoben. Das Stützpunktfahrzeug ist seit März in Vordernberg stationiert. Es fungiert als mobile Einsatzleitung samt Drohnenbasis. Zur Einsatzkoordination kann ein großer Außenbildschirm an der Seitenwand angebracht werden. Finanziert wurde das allradgetriebene Fahrzeug durch die ÖBB Infrastruktur AG und den Landesfeuerwehrverband. Im Einsatz stand es zwischenzeitlich auch bereits, unter anderem als bezirksübergreifende Unterstützung beim Waldbrand in Eisbach-Rein.

Das Programm
Samstag, 8. August 2026
09.30 Uhr: Platzkonzert des Musikvereins Vordernberg-St. Peter-Freienstein
10.00 Uhr: Feldmesse
11.00 Uhr: Festakt mit Rüsthaus- und Fahrzeugsegnung
12.00 Uhr: Frühschoppen mit dem Musikverein Vordernberg-St. Peter-Freienstein
14.30 Uhr: Laintaler Dorfmusikanten
18.30 Uhr: Die Mooskirchner
Großes Kinderprogramm, Fahrzeugausstellung des Feuerwehrbereiches Leoben, für die Heimfahrt Shuttledienst im Raum Vordernberg-Trofaiach





