In der letzten Runde der Gebietsliga Mürz holte sich der SV Oberaich den Vizemeistertitel, da der SC Gußwerk zuhause klar verlor. Meister UFC Mariazell unterlag der besten Frühjahrsmannschaft, Rapid Kapfenberg, mit 4:5.
SC Gußwerk – SC Tragöß/Katharein 0:3 (0:1)
Tore: Thaller, Schöggl, Cimpoesu
Alles war angerichtet beim SC Gußwerk, drei Punkte gegen den Tabellenneunten SC Tragöß/Katharein und der Vizemeistertitel wäre in der Tasche gewesen. Doch da hatte jemand wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn die Gäste waren davon wenig beeindruckt. Nach 23 Minuten sorgte Felix Thaller für das 0:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild, Gußwerk zwar bemüht, aber mit wenig Erfolg. Besser machten es dann wieder die Gäste, nach 58 Minuten gelang Daniel Schöggl das 0:2. Kurz vor Spielende sorgte dann der eingewechselte Cristian Alexandru Cimpoesu für den 0:3-Endstand. Damit beenden die Gußwerker die Saison am dritten Tabellenplatz, der SC Tragöß/Katharein am neunten Platz, nur zwei Punkte hinter dem fünften Platz. „Die Gäste haben das richtig gut gemacht, sind tief gestanden und haben uns ziemliche Probleme bereitet. Trotzdem sind wir mit dem dritten Platz mehr als zufrieden. Das haben wir in den letzten zwanzig Jahren nicht geschafft, zwei Saisonen hintereinander in den Top 3 zu sein“, sagte Gußwerk-Sektionsleiter Manuel Schmidberger.

SV Oberaich – FC Kammern 2:1 (0:0)
Tore: Soltani (2) bzw. Jansenberger
Der SV Oberaich brauchte gegen den FC Kammern unbedingt einen Sieg, um noch Chancen auf den Vizemeistertitel zu haben. Ab der sechsten Minute war die Curic-Elf aber in Unterzahl, Goalie Tarkan Zekovic musste nach Torraub frühzeitig vom Platz. Mit einem torlosen Remis ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Spielhälfte war es Oberaich-Goalgetter Ferdauws Soltani, der in Unterzahl für das 1:0 sorgte. Für die Vorentscheidung sorgte dann abermals Soltani, der mit seinem 22. Saisontreffer auf 2:0 stellte. Kurz vor Spielende gelang Hannes Jansenberger (neunter Treffer in seinem zehnten Spiel) noch der Anschlusstreffer zum 2:1, der Ausgleich wollte der Haberl-Elf jedoch nicht mehr gelingen. „Wenn man 84 Minuten in Unterzahl spielt und dennoch gewinnt, dann muss man mit der Leistung zufrieden sein. Die Mannschaft hat nach dem Ausschluss echt Moral gezeigt und alles als Team gegeben“, sagte Oberaich-Trainer Denis Curic, dessen Vertrag nach nur kurzer Dauer nicht verlängert wird. Auch Kammern-Trainer Hannes Haberl konnte etwas Positives mitnehmen: „Mit dem letzten Aufgebot gegen die wahrscheinlich stärkste Mannschaft der Liga eine Top Leistung abgerufen. Leider haben wir unsere zahlreichen Chancen nicht genutzt, so hat sich dann die individuelle Klasse des Gegners durchgesetzt. Trotzdem hat man gesehen das wir mit jeder Mannschaft mithalten können und das stimmt mich positiv.“ Haberl wird auch in der kommenden Saison Trainer des FC Kammern bleiben, auch wenn es vielleicht eine Klasse tiefer geht. Am Mittwoch folgt das Relegationsspiel beim St. Stefan ob Leoben (18.30 Uhr).

UFC Mariazell – Rapid Kapfenberg 4:5 (2:3)
Tore: Habarugira (2), Gruber, Oswiecimka bzw. Sipura (3), Traußnig, Zangl
Die Meisterfeier war beim UFC Mariazell angesagt, zuvor erfolgte noch das letzte Saisonspiel vor fast 200 Zusehern gegen das Überraschungsteam des Frühjahrs, nämlich Rapid Kapfenberg. Doch nach wenigen Minuten sah alles nach dem nächsten Heimsieg für die Mariazeller aus, Paul Habarugira und Jan Gruber sorgten nach 20 Minuten bereits für das 2:0. Rapid ließ sich davon aber wenig beirren und antwortete durch Daniel Sipura, der in der 27. Minute auf 2:1 verkürzte. Der Stürmer legte nach, glich in der 34. Minute zum 2:2 aus und schnürte mit dem 2:3 in der 41. Minute sogar den lupenreinen Hattrick – Pausenstand 2:3. Nach dem Seitenwechsel schien das Spiel wieder zu kippen. Michal Oswiecimka besorgte mit einem Weitschuss in der 54. Minute das 3:3, zwei Minuten später traf erneut Habarugira zum 4:3 für Mariazell. Die jungen Diemlacher blieben dennoch dran. Alexander Traußnig stellte in der 60. Minute auf 4:4, ehe Florian Zangl in Minute 77 den 4:5-Endstand fixierte. Damit ist Rapid Kapfenberg das stärkste Team im Frühjahr und holte sich noch den achten Tabellenrang. „Einsatz und Moral sind top, wir sind die beste Mannschaft im Frühling mit 24 Punkten. Das hätte uns keiner zugetraut“, sagte Rapid Kapfenberg-Trainer Friedrich Schanner nach dem überragenden Frühjahr. Aber auch dem Meister streute er Blumen: „Mariazell ist verdienter Meister, eine Top-Mannschaft mit super Charakteren. Herzliche Gratulation – sie haben sich das zu hundert Prozent verdient.“
ATuS Langenwang – FC Kindberg/Mürzhofen II 0:0 (0:0)
In der letzten Runde empfing der ATuS Langenwang den FC Kindberg/Mürzhofen II. Für beide Mannschaften ging es um nicht mehr viel, so ging es auch torlos in die Pause. In der zweiten Halbzeit wenig nennenswertes, bei den Heimischen fehlte mit Racic und Shalev auch die Kreativabteilung. Die Gäste versuchten mit einem Dreifach-Wechsel in der 70. Minute noch frischen Schwung in das Spiel zu bringen, es blieb jedoch beim 0:0. „An diesem Tag hätten wir noch Stunden spielen können und es wäre kein Tor gefallen. Ich bin mit der Leistung meiner Jungs sehr zufrieden und vor allem die Sicht auf die Tabelle als Aufsteiger und mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren im Erwachsenenfußball so zu bestehen ist ein Lob wert“, sagte Kindberg/Mürzhofen II-Trainer Alexander Assigal, der in der nächsten Saison auf seinen Co-Trainer Johannes Ilgerl verzichten muss: „Alles Gute zur Trainerpension und es ist schade, dass er nach 12 Jahren in Kindberg/Mürzhofen als Co-Trainer aufhört“, sagte Assigal. Emotional wurde es nach dem Abpfiff auch für Langenwang-Trainer Zoran Racic: „Es war meine letzte Partie bei ATuS Langenwang, die Mannschaft übernimmt Harald Wagner, bis gestern mein Co-Trainer. Er ist ein guter Fachmann – ich wünsche ihm und der Mannschaft alles Gute für die Saison.“
SC Parschlug – SV St. Marein/Lorenzen 0:5 (0:2)
Tore: Baumann (2), Rischka, Doppelreiter, Rust
Über 300 Zuseher folgten dem Derbyaufruf in Parschlug, zu Gast war der SV Marein/Lorenzen. Die Parschluger wollten vor eigenem Publikum noch für einen versöhnlichen Saisonabschluss sorgen. Den besseren Start hatte aber die Hollerer-Elf. In der siebenten Minute traf Rene Rischka das 0:1 und in der 16. Minute gelang Goalgetter Dominik Baumann das 0:2. Die Vorentscheidung im Spiel folgte gleich nach der Pause, es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da drehte Marcel Doppelreiter jubelnd ab – 0:3. Nur drei Minuten später erhöhte Fabio Rust auf 0:4 und den Schlusspunkt zum 0:5 setzte abermals Baumann in der 87. Spielminute. Damit beendet der SC Parschlug nach einer eher mageren Frühjahrsaison (nur zwei Siege) auf dem fünften Tabellenplatz, der SV St. Marein/Lorenzen nach einem inkonstanten Frühjahr nur den siebenten Endrang. „Die Mannschaft hat sich das beste Spiel bis zum Schluss aufgehoben. Ich höre jetzt auf und werde auch im Sommer keine Mannschaft trainieren“, sagte Marein/Lorenzen-Trainer Daniel Hollerer. Sein Nachfolger wird Karl-Heinz Kubesch (zuletzt Thörl).

TuS Krieglach II – SVU Mautern 4:2 (2:2)
Tore: Wimmer (2), Loshaj, Shala bzw. Stenitzer, Ashirovi
Einen versöhnlichen Abschluss feierte Absteiger TuS Krieglach II im letzten Saisonspiel gegen den SVU Mautern. Die jungen Krieglacher führten nach zehn Minuten durch Treffer von Julian Wimmer und Dijon Loshaj bereits mit 2:0. Doch die Gäste legten in der 23. Minute innerhalb 90 Sekunden einen Doppelpack zum 2:2-Pausenstand hin. In der 57. Minute war es abermals Wimmer, der für die erneute Führung der Krieglacher sorgte. Nach dem Ausschluss von Manuel Schmid (Mautern) nutzen die Heimischen die Überzahl und erhöhten in der 79. Minute durch Roland Shala auf 4:2. „Wir haben endlich das umgesetzt, was wir besprochen haben. In der zweiten Halbzeit war das echt top – Hut ab vor der Mannschaft“, sagte Krieglach II-Co-Trainer Gerald Griessler. Daniel Stenitzer vom SVU Mautern holte sich mit 28 Treffern den Torschützenkönig der Gebietsliga Mürz.

Gebietsliga Ost
UFC Miesenbach – SV Buch/St. Magdalena 2:5 (0:2)
Tore: Schneeflock, Mariacher bzw. Kittinger (2), Keller, Bogyo, Kirchsteiger
Fast 200 Zuseher kamen zum letzten Saisonspiel des UFC Miesenbach und sahen einen beherzten Fight des Heimteams. Die Gäste führten zur Pause mit 0:2, doch in der 72. Minute verkürzte der kurz zuvor eingewechselte Rafael Schneeflock auf 1:2 und nur zwei Minuten später gelang Thomas Mariacher der Ausgleichstreffer zum 2:2. Kurz darauf gingen die Gäste erneut in Führung und mit einem Doppelpack des eingewechselten Florian Kittinger sorgten sie dann mit dem 2:5 doch noch für ein klares Endergebnis. Mit einem Sieg hätten die Miesenbacher sogar noch an Kaindorf vorbei ziehen können, den Kaindorf unterlag (mit nur neun Spielern angereist) beim Meister SV Gutenberg mit 21:0 (!).




