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Startseite » Landesparteien stehen geeint zum Rehazentrum Aflenz
Politik

Landesparteien stehen geeint zum Rehazentrum Aflenz

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer6. Mai 20262 Minuten Lesezeit
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Ein größerer Gebäudekomplex in einer ländlichen Gegend, davor parkende Autos, im Hintergrund eine Ortschaft mit Kirchturm
Im Aflenzer Rehazentrum sind mehr als 130 Menschen beschäftigt. Foto: MaW
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Der steirische Landtag fordert einstimmig eine Standortgarantie für das Rehabilitationszentrum Aflenz.

„Die Landesregierung wird aufgefordert, sich bei der Pensionsversicherung und der Bundesregierung dafür einzusetzen, die Schließungsabsichten für das Reha-Zentrum Aflenz sofort zurückzunehmen und im Sinne der MitarbeiterInnen, der Region und der PatientInnen eine langfristige Standortgarantie in derzeitiger Form abzugeben.“ Dieser Antragstext, gemeinsam eingebracht von Abgeordneten der FPÖ, der ÖVP und der SPÖ, erhielt vergangene Woche die ungeteilte Zustimmung des steirischen Landtags. Das heißt, auch Grüne, Neos und KPÖ schlossen sich der Forderung an.

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Das Rehazentrum darf keinesfalls Zentralisierungsfantasien zum Opfer fallen.

Philipp Könighofer

„Der parteiübergreifende Schulterschluss ist ein enorm starkes Zeichen, das nicht alltäglich vorkommt“, sagt der  Langenwanger Abgeordnete Philipp Könighofer (FPÖ) über den einstimmigen Beschluss. „Das Rehazentrum in Aflenz ist eine exzellent funktionierende Versorgungseinrichtung, die keinesfalls den Zentralisierungs- und Schließungsfantasien einer Wiener Funktionärskaste innerhalb der Pensionsversicherungsanstalt zum Opfer fallen darf“, formuliert Könighofer im Nachhall schärfer. Er bezieht sich auf interne Pläne der PVA, die Rehabilitationszentren Aflenz und St. Radegund zusammenzulegen, und zwar am Fuß des Schöckls. 

Das Rehabilitationszentrum Aflenz ist für die Wertschöpfungskette im Ort von zentraler Bedeutung.

Cornelia Izzo

Als Einbringer des Antrags scheinen namentlich unter anderen auch die Brucker Abgeordnete Cornelia Izzo (ÖVP), der Turnauer Bürgermeister und Abgeordnete Stefan Hofer (SPÖ) und die aus Leoben stammende dritte Landtagspräsidentin Helga Ahrer (ebenfalls SPÖ) auf. Ein Abzug der auf Stoffwechselerkrankungen spezialisierten Reha aus Aflenz würde nicht „nur“ eine Ausdünnung der Versorgung bedeuten, es geht auch um mehr als 130 Jobs am Standort Aflenz. „Das Rehazentrum sichert für unsere Region unzählige Arbeitsplätze, insbesondere für Frauen. Diese in ohnehin schwierigen Zeiten zu gefährden ist nicht zu akzeptieren“, sagt Stefan Hofer. „Das Zentrum ist auch für die Wertschöpfungskette im Ort von zentraler Bedeutung“, ergänzt Cornelia Izzo. 

Online-Petition

Seit Bekanntwerden der PVA-Überlegungen im März liegt eine Onlinepetition für den Erhalt des Rehazentrums Aflenz zur Signatur auf. Mit Stand 5. Mai haben auf der Plattform openpetition.eu mehr als 12.500 Menschen das Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützt. Ende März marschierten rund 1500 Menschen zu einer Protestkundgebung in Aflenz auf.

Aflenz
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

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