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Startseite » Afoch Guat: Frühlingskräuter auf dem Teller
Lokales

Afoch Guat: Frühlingskräuter auf dem Teller

Philip Aschenbrennervon Philip Aschenbrenner10. Mai 20263 Minuten Lesezeit
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Von oben fotografierter Teller mit hausgemachten violetten Gnocchi, serviert mit cremiger Kräutersauce und frischen Frühlingszwiebeln. Das Gericht ist auf einem weiß-blau gepunkteten Teller angerichtet.
Das fertige Gericht: Die blauen Gnocchi mit der Frühlingskräutersauce. Foto: PA
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Die Fischbacher Landwirtin und Kräuterexpertin Veronika Dielacher stellt in unserer Kulinarikserie „Afoch Guat“ blaue Gnocchi mit einer Frühlingskräutersauce vor.

Logo zeigt einen stilisierten Koch, der sich über den Mund leckt. Daneben steht "Afoch guat!"

„Afoch Guat“ ist die kulinarische Serie in der Rundschau, die zeigt, wie einfach Gutes zubereitet werden kann. Im Mittelpunkt stehen bodenständige Schmankerl und Menschen aus der Region, die ihre Rezepte und Tipps teilen.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich die Fischbacherin Veronika Dielacher mit heimischen Kräutern und baut diese an. „Ich habe 2003 aus Interesse begonnen und vertreibe seither großteils Sirupe, Salze und Teeprodukte, die ich mit den Kräutern aus meinem Garten herstelle“, sagt die Landwirtin, die zudem gemeinsam mit ihrem Mann auch 32 Schafe auf ihrem Hof beheimatet.

Veronika Dielacher zeigt ihre blauen Gnocchi mit der Frühlingskräutersauce. Foto: PA

Die Gnocchi

Mit Winterheckenzwiebeln, Bärlauch und Rucola stellt die Kräuterexpertin „Blaue Gnocchi mit einer Frühlingskräutersauce“ vor. „Natürlich kann man auch gelbe Erdäpfel nehmen, wichtig ist es jedoch, dass sie mehlig und nicht speckig sind“, sagt Veronika Dielacher. Die Erdäpfel werden je nach Größe rund 30 Minuten gekocht, geschält, kleingedrückt und mit den restlichen Zutaten gemeinsam geknetet. „Anschließend sollte man den geschmeidigen Teig für rund eine Stunde auskühlen lassen“, so die Landwirtin. Aus dem Teig werden Rollen geformt und kleine Stücke abgestochen. „Für die typische Form der Gnocchi drücke ich mit einer Gabel ein Muster in die kleinen Teiglinge“, sagt Dielacher. In gesalztem Wasser werden die Gnocchi so lange gekocht, bis sie aufschwimmen.

Kleine Stücke des Kartoffelteigs abstechen und mit der Gabel ein Muster eindrücken. Foto: PA

Die Sauce

„Während der Teig auskühlt, kann man bereits mit der Sauce beginnen“, so die Kräuterexpertin. Dafür werden die Zwiebel, die Knoblauchzehe und die Kräuter klein geschnitten. „Ich habe mich saisonal für die Winterheckenzwiebeln, Bärlauch und Rucola entschieden, man kann natürlich viele andere wie etwa Petersilie, Thymian oder Bohnenkraut verwenden“, sagt Veronika Dielacher, die rund 20 unterschiedliche Kräuter in ihrem Garten anbaut. Zwiebel und Knoblauch werden in Butter angeschwitzt und mit dem Schlagobers aufgegossen. Das Mehl-Wasser-Gemisch wird anschließend in das kochende Schlagobers gerührt und mit den Kräutern ergänzt. „Die Sauce dann am besten noch ein paar Minuten ziehen lassen. Dann heißt es nur mehr auf dem Teller anrichten, und dann Mahlzeit“, sagt Veronika Dielacher.

Zwiebel, Knoblauch und die frischen Kräuter werden klein geschnitten. Foto: PA

Rezept für Gnocchi mit Kräutersauce von Veronika Dielacher 

für die Sauce

  • 1/4 l Schlagobers
  • 1/8 l Wasser
  • 1 gehäufter Teelöffel Mehl
  • 3 EL Kräuter nach Belieben
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe

für die Gnocchi

  • 400 g blaue Erdäpfel (mehlig)
  • 60 g Mehl
  • 60 g Grieß
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer

Erdäpfel kochen, schälen, durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten und gut auskühlen lassen. Zu 2 Zentimeter dicken Rollen formen und 2 Zentimeter dicke Stücke abstechen. Eventuell mit einer Gabel ein Muster eindrücken. In gesalzenem Wasser kochen lassen bis sie aufschwimmen, dann noch rund fünf Minuten ziehen lassen. Abgießen und abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch klein schneiden, in etwas Butter oder Olivenöl anschwitzen, mit dem Schlagobers aufgießen, aufkochen. Das Mehl gut im Wasser verrühren und mit einem Schneebesen ins kochende Schlagobers einrühren. Die Kräuter beigeben und ein paar Minuten ziehen lassen.

  • Kochzeit: 50 bis 60 Minuten
  • Arbeitszeit: 25 bis 30 Minuten
  • Ruhezeit: 60 Minuten
  • Gesamtzeit: 120 bis 130 Minuten
  • Schwierigkeit: 2 von 5  

Fotos: PA

Afoch Guat
Philip Aschenbrenner
Philip Aschenbrenner
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Vor gut zehn Jahren eher zufällig in den Journalismus hineingestolpert – und geblieben, weil’s einfach passt. Seit 2017 bei der Rundschau daheim, mittlerweile auch Miteigentümer und schaut drauf, dass Social Media und Online rundlaufen. Schreibt über alles, was in der Region passiert, mit besonderem Herz für den Sport und die Mürztaler Heimat. Beruflich wie privat ständig unterwegs – mit Block und Kamera oder in Fußballschuhen und mit Tennisschläger im Gepäck.

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