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Startseite » „Fenster benötigen ebenso jährlich ein Service wie Autos“
Lokales

„Fenster benötigen ebenso jährlich ein Service wie Autos“

Philip Aschenbrennervon Philip Aschenbrenner26. April 20264 Minuten Lesezeit
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Drei Erwachsene schauen aus einem geöffneten Fenster eines modernen Gebäudes: vorne lehnt eine Frau im hellen Blazer am Rahmen, hinter ihr stehen zwei Männer, einer im Hemd, der andere in einem roten Shirt mit Firmenlogo.
Die Fensterprofis: Ulli Voit, Andreas Zeiringer und Rene Wohlmuther (v. li.). Foto: PA
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Ulli Voit und Andreas Zeiringer von der Firma Hellsan aus St. Marein und der obersteirische Internorm-Servicetechniker Rene Wohlmuther mit Tipps und Trends rund um das Fenster, den Sonnen- und Insektenschutz.

„Wenn sich der Griff des Fensters schon schwer bzw. sich gar nicht mehr zur Gänze drehen lässt, ist es schon höchste Zeit, das Fenster wieder richtig einzustellen“, sagt Rene Wohlmuther, der für den oberösterreichischen Fensterhersteller Internorm in der gesamten Obersteiermark als Servicetechniker unterwegs ist. „Viele lassen Fenster einbauen und kümmern sich dann oft 20 oder 30 Jahre nicht darum, doch ein Fenster benötigt ebenso wie ein Auto ein jährliches Service“, so der Internorm-Servicetechniker, der eng mit der St. Mareiner Firma Hellsan zusammenarbeitet sowie Fenster und Haustüren aller Marken serviciert. „Wir sind sogenannter ,1st Window‘-Partner und sind in der Region der Ansprechpartner für die professionelle Beratung und alle Anliegen rund um Fenster und Türen“, sagt der Hellsan-Geschäftsführer Andreas Zeiringer. „Je dichter ein Fenster, desto energiesparender ist es natürlich auch“, so Zeiringer. „Und wenn etwas einmal irgendwo schleift, dann ist die Dichtheit mit Sicherheit nicht mehr gegeben“, erklärt der Servicetechniker.

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Wenn etwas einmal irgendwo schleift, dann ist die Dichtheit des Fensters mit Sicherheit nicht mehr gegeben.

Rene Wohlmuther

Lifehacks sind meist nicht anwendbar

Beim jährlichen Service wird unter anderem die Dichtung mit einem Pflegemittel eingelassen, die Beschläge werden geölt und die Einstellung des Fensters überprüft, wenn nötig auch nachgebessert. „Ein Fenster wird schließlich zigtausend Mal geöffnet und geschlossen. Viele kennen etwa den Staub, der sich in einem Fenster unten ansammelt. Doch das ist jedoch meist kein Staub, sondern der Abrieb, wenn oft schon Metall auf Metall schleift“, sagt Ulli Voit, die bei der Firma Hellsan für die Beratung und den Verkauf von Fenstern verantwortlich zeichnet. „Am besten sollte man schnell reagieren und den Fachmann kontaktieren, denn desto länger man wartet, desto teurer wird es meistens. Oft melden sich die Leute erst, wenn wirklich Gefahr in Verzug ist“, so Andreas Zeiringer. „Im Internet gibt es zahlreiche Videos von gut klingenden und einfachen sogenannten Lifehacks, doch diese sind im Bereich der Fenster meistens nicht richtig, denn Fenster sind sehr individuell zu betrachten“, sagt Rene Wohlmuther.

Im Trend liegen aktuell flächenbündige Fenster ohne sichtbare Beschläge.

Ulli Voit

Höhere Lebensdauer als einst

Neben der laufenden Pflege raten die Fensterexperten zum Kauf von Qualitätsprodukten. „Ein Markenfenster hält bei regelmäßigem Service heutzutage 40 bis 45 Jahre, früher sprachen wir hier von rund 30 Jahren Lebensdauer“, so Ulli Voit. Am meisten nachgefragt sind aktuell Kunststoff-Alu-Fenster. „Sie haben einerseits eine höhere Langlebigkeit als etwa Holz-Alufenster und sind optisch in unterschiedlichsten Farben und Ausführungen erhältlich, etwa auch in Holzoptik. Und andererseits sind sie preistechnisch sehr attraktiv“, sagt die Fensterexpertin. „Im Trend liegen aktuell zudem flächenbündige Fenster ohne sichtbare Beschläge“, so Ulli Voit, die auch einen Mythos aufräumt. „Kippen ist nicht gleich Lüften. Das gekippte Fenster kühlt vor allem im Winter die Wände aus und erhöht das Schimmelrisiko enorm. Besser ist es zwei bis drei Mal täglich für fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern zu lüften“, sagt Voit. Und auch sicherheitstechnisch ist das Kippen nicht empfohlen, da der Einbruch um ein Vielfaches leichter ist als bei geschlossenen Fenstern.

Beim Sonnenschutz gibt es vielfältige Möglichkeiten. Eine individuelle Beratung ist die beste Lösung.

Andreas Zeiringer

Sonnen- und Sichtschutz

Beim Sonnen- und Sichtschutz kommt man an Raffstores derzeit nicht vorbei. „Innen sind Plissees aktuell gefragt, diese bieten zwar einen Sichtschutz, jedoch wie auch alle anderen innen angebrachten Lösungen keinen echten Schutz vor der Hitze“, sagt Andreas Zeiringer. „Raffstores sind sozusagen moderne Jalousien, die außen montiert werden. Ihre horizontalen Lamellen lassen sich mit Knopfdruck hoch- und runterfahren und können zusätzlich gedreht werden. Zudem ist eine Vielzahl an Farben und Mustern möglich, auch der Druck eines eigenen Motivs oder Logos ist möglich“, so Zeiringer, der für großformatige Fensterlösungen einen textilen Zip empfiehlt. „Vor allem für Wintergärten und große Terrassentüren bietet dieser einen guten Sicht- und Hitzeschutz“, sagt der Fensterprofi. „Eine steigende Nachfrage gibt es auch bei Insekten- und Pollenschutzlösungen. Hier gibt es inzwischen ebenso vielfältige Möglichkeiten wie auch beim gesamten Sonnenschutz. Eine individuelle Beratung ist die beste Lösung.“

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Philip Aschenbrenner
Philip Aschenbrenner
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Vor gut zehn Jahren eher zufällig in den Journalismus hineingestolpert – und geblieben, weil’s einfach passt. Seit 2017 bei der Rundschau daheim, mittlerweile auch Miteigentümer und schaut drauf, dass Social Media und Online rundlaufen. Schreibt über alles, was in der Region passiert, mit besonderem Herz für den Sport und die Mürztaler Heimat. Beruflich wie privat ständig unterwegs – mit Block und Kamera oder in Fußballschuhen und mit Tennisschläger im Gepäck.

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