Ein 230 Tonnen schwerer Transformator erreichte seinen neuen Arbeitsplatz.
Mit der Anlieferung des Transformators setzte Austrian Power Grid (APG) einen weiteren wichtigen Schritt bei der Errichtung des neuen Umspannwerkes Leoben. Das rund zehn Meter lange und 230 Tonnen schwere Gerät reiste per Bahn vom Siemenswerk in Weiz auf das Gelände des Standortes der Voestalpine in Leoben-Donawitz. Dort wurde es auf eine selbstfahrende Plattform verladen, die per Fernsteuerung auf der Straße manövriert wird.
Eine Stunde Fahrt
„Die etwa zweieinhalb Kilometer lange Fahrt bis nach Leoben dauerte rund eine Stunde und erforderte ein hohes Maß an logistischer Präzision und technischer Kompetenz“, sagt Projektleiter Wolfgang Ranninger. „Das Gewicht und die Dimensionen des Transformators stellten höchste Anforderungen an alle Beteiligten.“

Millimeterarbeit
Im Umspannwerk angekommen wurde der Riese mit einem Hubgerüst auf zwei Spezialfahrgestelle umgelagert und anschließend mittels hydraulisch angetriebener Seilzüge millimeterweise auf sein neues Fundament gezogen. Bis Juni dieses Jahres wird der Transformator nun vollständig aufgerüstet und mit der Schaltanlage verbunden. Er wird künftig das österreichweite Höchstspannungsnetz der AGP mit dem Verteilernetz der Energienetze Steiermark verbinden, das den Strom direkt zu den Haushalten und Betrieben bringt.
Stromaustausch
Wenn das Umspannwerk in Betrieb ist, kann regional erzeugter nachhaltiger Strom in das überregionale Netz der AGP eingespeist und österreichweit transportiert werden. Im Gegenzug kann Strom aus anderen Teilen des Landes in die Region gebracht und nutzbar gemacht werden. Rund 38 Millionen Euro werden in das Werk investiert, das als Teil des Projekts „Neue Anbindung Leoben“ umgesetzt wird. Dieses umfasst auch die Adaption des bestehenden Umspannwerks Hessenberg in St. Peter-Freienstein sowie die Errichtung einer optimierten 220-kV-Leitungsanbindung. Die Inbetriebnahme des Umspannwerks Leoben ist für Ende 2026 vorgesehen.




