Der städtische Busverkehr im Raum Bruck-Kapfenberg wird auf rein elektrisch umgestellt. An der Präsentation des jüngsten E-Citybusses nahm auch der Verkehrsminister teil.
In Anwesenheit eines sehr prominenten Gastes wurde in Kapfenberg ein weiterer vollelektrischer Citybus in Dienst gestellt. Verkehrsminister Peter Hanke war mit dabei, als Bürgermeister Matthäus Bachernegg und das Team rund um MVG-Geschäftsführer Gerhard Deutsch den knallig in Violett und Orange lackierten neuen Bus offiziell in den Stadtverkehr entsandten.
Bundesförderung
Deutsch nutzte den Besuch des Ministers, um für die Unterstützung durch den Bund bei der Umstellung der Flotte zu danken. In die Anschaffung von insgesamt 13 elektrischen Bussen samt Aufrüstung der Ladeinfrastruktur fließen mehr als vier Millionen Euro an Förderung. „Es ist schön, zu sehen, wenn Fördergeld so am richtigen Punkt investiert ist“, entgegnete Hanke.

Prozess bis 2028
Im Jahr 2019 hat die MVG ihre ersten Elektro-Citybusse angeschafft, bis 2028 soll der gesamte Stadtverkehr rein elektrisch fahren – das heißt, alle Haupt- und Citybuslinien in Bruck, Kapfenberg, St. Marein und St. Lorenzen. Lieferant des jüngsten Citybusses ist der burgenländische Hersteller K-Bus, Geschäftsführer Matthias Mazuheli war bei der Präsentation des Fahrzeugs ebenfalls anwesend.
Elektrische Wurzeln
Die Mürztaler Verkehrsgesellschaft, kurz eben MVG, wurde in den 1940er-Jahren gegründet und ist seit 1989 eine 100-Prozent-Tochter der Stadtgemeinde Kapfenberg. Das Unternehmen erwirtschaftet rund drei Viertel seines Umsatzes im Linienbusverkehr, rund 15 Prozent in der Reisebussparte und zehn Prozent im Geschäft als Reisebüro. Erster Unternehmenszweck war einst der Aufbau und der Betrieb des Oberleitungsbusnetzes, also elektrischer Stadtverkehr. Der „O-Bus“ fuhr in Kapfenberg und Bruck bis 2002.




