Ein Jahr nach der Wahl stellt Neos-Gemeinderat Sebastian Wintschnig der Stadtregierung ein wohlwollendes Zeugnis aus. „Punktuell gibt es aber dringend Handlungsbedarf“, sagt er.
Die dieswöchige Sitzung des Brucker Gemeinderates ist die erste seit 2022, die wieder live im Internet übertragen wird. Neos-Gemeinderat Sebastian Wintschnig kann das als seinen Erfolg verbuchen, denn die Wiedereinführung geht auf einen von ihm eingebrachten Initiativantrag zurück. „Der Livestream ist wieder da, die Bevölkerung kann sich unkompliziert informieren und Gemeinderatssitzungen ganz einfach von daheim aus verfolgen“, sagte er bei einer Pressekonferenz.
Lob für mehr Transparenz
er neuen Brucker Stadtregierung sprach er ein Jahr nach der Wahl grundsätzlich Lob aus. „Es wurden einige richtige und wichtige Schritte für die finanzielle Konsolidierung und für mehr Transparenz in der Stadt gesetzt.“ Aber die Reise sei noch nicht zu Ende, es gebe punktuell dennoch dringenden Handlungsbedarf. „Beispielsweise bei den Versicherungsverträgen der Stadtgemeinde, bei denen ich einiges an Optimierungspotenzial vermute. Auch was die Einrichtung einer Hundewiese betrifft, werde ich am Drücker bleiben“, so Wintschnig. Zu beiden Themen hat er für die dieswöchige Sitzung Anträge vorbereitet.
Musikschul-Appell
Gemeinsam mit dem Murtaler Landtagsabgeordneten Robert Reif will Wintschnig auch das Thema Musikschulen weiter vorantreiben. „Es gab jüngst auf Landesebene eine Fachgruppentagung, bei der aber leider nicht viel herausgekommen ist“, sagte Reif. Zentrale Fragen seien die finanzielle Belastung der Gemeinden durch die Musikschulen sowie die Anstellungsverhältnisse der Pädagogen. „Es gibt Musiklehrer, die haben fünf unterschiedliche Dienstgeber“, so Reif. Sein Vorschlag lautet daher, die Musiklehrer dienstrechtlich beim Land ansiedeln. Wintschnig wünscht sich eine ernsthafte Diskussion über die Schaffung einer Regionalmusikschule Bruck-Frohnleiten-Kapfenberg.




