Die Arbeiterkammer-Außenstellen Bruck und Mürzzuschlag präsentierten ihre Leistungsbilanz übers Jahr 2025.
Die Teams der Arbeiterkammer Steiermark in den Außenstellen Bruck an der Mur und Mürzzuschlag haben im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 8200 Rechtsauskünfte erteilt. Davon entfielen exakt 5181 auf die Außenstelle Bruck und 3027 auf die Außenstelle Mürzzuschlag. Als Vertretungserfolg stehen 369.403 bzw. 407.659 Euro zu Buche, also insgesamt knapp über 777.000 Euro.
66-mal vor Gericht
Diese Zahlen präsentierten die Leiterin der Außenstelle Bruck Kerstin Brickmann-Fellner und ihr Mürzer Kollege Andreas Guttmann Anfang der Woche bei einem Medientermin in Bruck. Der Löwenanteil der für die Mitglieder erwirkten Summe entfällt auf den Bereich Arbeitsrecht, nämlich 708.000 Euro, anteilsmäßig fast exakt 50:50 aufgeteilt. „Erwirkte“ Summe deshalb, weil sie jene Fälle betrifft, die ohne Beschreiten des Klagsweges erledigt werden konnten. Alle gerichtsanhängigen Fälle werden aufgrund des Standorts des Arbeitsgerichts der Außenstelle Leoben zugerechnet. 66-mal ist die AK für Mitglieder aus Bezirk Bruck-Mürzzuschlag im vergangenen Jahr in arbeitsrechtlichen Fragen vor Gericht gezogen.
Altersteilzeit
In der sozialrechtlichen Beratung war die Altersteilzeit ein großes Thema. „Mit Jahresbeginn ist eine Gesetzesänderung wirksam geworden, das Informationsbedürfnis war daher schon ab Jahresmitte 2025 sehr groß“, sagte Kerstin Brickmann-Fellner. Im Arbeitsrecht sei es vielfach um Probleme rund um die Beendigung von Dienstverhältnissen gegangen, im Bereich Konsumentenschutz (erwirkte Summe rund 69.000 Euro) häufig um Pauschalreisen, Onlinekäufe und Parkplatz-Abzocke. Andreas Guttmann hob auch das Engagement der Arbeiterkammer bei regionalen Bildungsmessen hervor.
102 Mille landesweit
Auf Landesebene kann AK-Direktor Johann Scheuch von einem Rekordjahr berichten: „Mit 304.000 Auskünften war die Nachfrage so hoch wie noch nie“, sagte er in Bruck. Steiermarkweit hat die Kammer für ihre Mitglieder 102 Millionen Euro erwirkt, davon 19,4 Millionen im Arbeitsrecht. AK-Präsident Josef Pesserl sagte: „Wir gehen nicht gegen Unternehmer vor, wir setzen uns für unsere Mitglieder ein und schauen darauf, dass die Regeln eingehalten werden.“




