Die Arbeiterkammer-Außenstelle Leoben präsentierte ihre Leistungsbilanz übers Jahr 2025.
Das Team der Arbeiterkammer Steiermark in der Außenstelle Leoben hat im vergangenen Jahr insgesamt 19.821 Rechtsauskünfte erteilt. Als Vertretungserfolg insgesamt 19,4 Millionen Euro zu Buche.
Gerichtsstandort
Diese Zahlen präsentierte der Leiter der Außenstelle Edwin Kriechbaumer vergangene Woche bei einem Medientermin in Leoben. Der Löwenanteil der für eine Bezirksstelle außergewöhnlich hohen Summe resultiert aus Leobens Sonderstellung als Standort eines Arbeits- und Sozialgerichts. Dadurch werden alle gerichtlich erstrittenen Beträge aus der ganzen Obersteiermark statistisch der Außenstelle Leoben zugerechnet (zum Vergleich: der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag kommt auf knapp 800.000 Euro). Vier Millionen Euro sind der Vertretungserfolg im Arbeitsrecht, 7,6 Millionen Euro im Sozialrecht und 7,7 Millionen Euro im Insolvenzrecht, im Konsumentenschutz wurden knapp 138.000 Euro für die Mitglieder zurückgeholt. In der sozialrechtlichen Beratung war die Altersteilzeit ein großes Thema. Im Arbeitsrecht sei es vielfach um Probleme rund um die Beendigung von Dienstverhältnissen bzw. um die Abgeltung von Überstunden gegangen, im Bereich Konsumentenschutz häufig um Onlinekäufe und Parkplatz-Abzocke.
102 Mille landesweit
Auf Landesebene kann AK-Direktor Johann Scheuch von einem Rekordjahr berichten: „Mit 304.000 Auskünften war die Nachfrage so hoch wie noch nie“, sagte er in Bruck. Steiermarkweit hat die Kammer für ihre Mitglieder 102 Millionen Euro erwirkt, davon 19,4 Millionen im Arbeitsrecht. AK-Präsident Josef Pesserl sagte: „Wir gehen nicht gegen Unternehmer vor, wir setzen uns für unsere Mitglieder ein und schauen darauf, dass die Regeln eingehalten werden.“




