Rückschau und Ausblick beim Medientermin der Wirtschaftskammer Leoben, diesmal gemeinsam mit dem Wirtschaftslandesrat.
Mit einem „Special Guest“ hielt die Wirtschaftskammer-Regionalstelle Leoben heuer ihren Medientermin zum Jahresauftakt ab. Wirtschaftlandesrat Willibald Ehrenhöfer hatte einen Bezirkstag auf dem Programm, und das Pressegespräch mit Obfrau Astrid Baumann und Regionalstellenleiter Alexander Sumnitsch fügte sich gut in den Zeitplan. Weitere Stationen waren die Montanuni samt Gründerzentrum ZAT und Wasserstoff-/Kohlenstoff-Zentrum, das Unternehmen Hitthaller, die Firmen Brandl und Kortschak in Trofaiach, das Gasthaus Meisenbichler in Traboch und die Produktionsschule von Jugend am Werk.
Die Standortpartnerschaft
„Der Strukturwandel ist ernstzunehmen, aber wir haben große wissenschaftliche Exzellenz im Land. Sie hilft uns dabei, den Herausforderungen zu begegnen“, sagte Ehrenhöfer. Es sei wichtig, der Realität ins Auge zu sehen, so der Landesrat, „wenn’s auch weh tut. Dann aber gilt es optimistisch an Lösungen zu arbeiten.“ Die neu geschaffene „Standortpartnerschaft“ werde dabei helfen, Entscheidungen auf der Ebene von Politik und Verwaltung effizienter zu gestalten.
241 Neugründungen
„2025 war ein herausforderndes Jahr“, sagte Astrid Baumann, aber Leoben habe es besser bewältigt als Nachbarbezirke. 241 Gewerbe wurden im vergangenen Jahr im Bezirk neu angemeldet, um neun mehr als 2024. „Es ist erfreulich, dass der Trend zur Selbstständigkeit anhält“, sagte Alexander Sumnitsch. „Wenn man ein Unternehmen gründen möchte, sollte man auf jeden Fall bei uns in der Wirtschaftskammer Leoben vorbeischauen, eine persönliche Beratung kann durch nichts ersetzt werden.“
Tendenz steigend
Mit Stichtag 1. Jänner 2026 gab es im Bezirk Leoben genau 4156 Wirtschaftskammermitglieder, von denen 3527 aktiv ihr Gewerbe ausgeübt haben. Im Jahresvergleich bedeutet das eine Zunahme um 55 Unternehmen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Kammermitglieder um 378 angestiegen. Stärkste Sparte im Bezirk ist Gewerbe und Handwerk mit 1953 Mitgliedern, gefolgt vom Handel mit 1015 sowie Information und Consulting mit 534.

Solider Arbeitsmarkt
1185 Kammermitglieder im Bezirk waren mit Stichtag 31. Juli 2025 Arbeitgeberbetriebe und haben 17.987 Menschen beschäftigt, das bedeutet im Jahresvergleich ein Plus von 227 Arbeitnehmern. Die meisten Jobs gab es in der Industrie (6175), in Gewerbe und Handwerk (3773) und im Handel (3077). Bei den Arbeitsmarktzahlen zählt Leoben zu den stabilsten steirischen Bezirken, die Arbeitslosenquote liegt mit 6,4 Prozent unter dem Landesschnitt von 7,9 Prozent, die Zahl der arbeitslos Gemeldeten ist im Jahresvergleich um exakt vier Personen gestiegen. Der Arbeitskräftebedarf sei durchaus gegeben, wie Sumnitsch anmerkt, es sind rund 500 offene Stellen gemeldet. „Große Betriebe wie AT&S und Voestalpine stellen wieder ein“, ergänzte Astrid Baumann.
Stabile Lehrlingszahlen
Mit 701 Lehrlingen in 184 Ausbildungsbetrieben hat der Bezirk auch in der beruflichen Ausbildung der Jugend sein Level aus dem Vorjahr gehalten. Auch das gegen den Landestrend, der ein Minus von 3,3 Prozent ausweist. „In unserer Region liegt hohes Potenzial in technischen Berufen“, sagt Baumann, „und wir wollen noch stärker kommunizieren, dass in diesem Bereich speziell für weibliche Lehrlinge große Chancen bestehen.“




