Der Trofaiacher Andres Ropin feiert heuer sein 15-jähriges Jubiläum als Extremsportler. Jüngst präsentierte er in Bruck sein diesjähriges Vorhaben.
Achtmal lief Andreas „Rambo“ Ropin im Jahr 2011 innerhalb von 24 Stunden auf das Brucker Rennfeld, das war der sportliche Anfang des in Trofaiach lebenden Extremsportlers, der kürzlich sein neuestes Projekt „1 vs. Ten“ präsentierte. Anlässlich seines 15-jährigen Jubiläums möchte „Rambo“ jeweils den höchsten Berg Österreichs und aller acht Nachbarländer „everesten“. Das bedeutet er wird jeden Berg so oft hinter einander besteigen, bis er 8849 Höhenmeter (Höhe des Mount Everest) geschafft hat. „Auf den Mont Blanc in Italien muss ich zweieinhalb Mal rauf, den Kekes in Ungarn werde ich zehnmal erklimmen“, sagte Andreas Ropin bei der Vorstellung seines Projekts in Bruck. Die Strecken zwischen den neun Bergen wird er mit dem Rennrad bewältigen. Hinter dem Titel „1 vs. Ten“ steckt ein „Rambo“ gegen zehn Rekorde – neun Berge „everesten“ und ein Gesamtprojekt.
Der Plan
Am 14. Juni wird er sich in Trofaiach mit Rad in Richtung Tschechien auf den Weg machen. „Ich möchte täglich 200 bis 250 Kilometer radeln. Je schwieriger die Strecke, desto mehr muss ich eben am Rad sitzen pro Tag“, so Andreas Ropin. Nach der Schneekoppe in Tschechien geht es weiter zur Gerlsdorfer Spitze in der Slowakai, zum Kekes in Ungarn, zum Triglav in Slowenien, zum Mont Blanc in Italien, zur Dufourspitze in der Schweiz, zur Grauspitze in Liechtenstein und zur Zugspitze in Deutschland. „Die Dufourspitze wird die größte Herausforderung, da werde ich auch Unterstützung bei der Besteigung benötigen“, sagte Rambo. Den Abschluss der Bergtour bildet dann der Großglockner, den er viereinhalb Mal besteigen wird. Anschließend geht es mit dem Rad wieder nach Trofaiach ins Ziel. Rund 4500 Kilometer mit dem Rad und rund 1200 Kilometer laufend wird der Extremsportler dabei zurücklegen. Zudem erwarten ihn insgesamt rund 130.000 Höhenmeter.

Das Warum
„Das Ziel lautet in 45 Tagen wieder in Trofaiach zu sein, doch ich glaube das geht auch schneller“, so Ropin, der auf die Frage, warum man sowas überhaupt macht, sagt: „Ich möchte Unmenschliches menschlich machen.“ Schlafen wird der Extremsportler während seines Projekts großteils im Freien. „Alle vier bis fünf Tage werde ich mir ein Betterl gönnen“, so Ropin, der wie auch bei seinen bisherigen Abenteuern von seinem Vater begleitet wird. Zudem werden Freunde, Sponsoren und Unterstützer ihn immer wieder tageweise „besuchen“. Seit rund zwei Jahren bereitet sich der Trofaiacher bereits auf sein Projekt vor. „In den kommenden Monaten werde ich mich noch etwas auf die längeren Distanzen konzentrieren, das beginnt bei mir so ab 50 Kilometer“, sagte Ropin. Bei seinen Trainingsläufen entwickelt er auch seine Vorhaben. „Da habe ich Zeit und mir kommen die besten Ideen. Wobei einmal irgendwo rauflaufen, ist mir zu unspektakulär“, sagt Ropin, der bereits nächste Ideen hat. „Aber ich bin keine 25 Jahre mehr. Ich muss schauen, was noch geht und was nicht“, sagt der 47-Jährige.





