Obersteirische Rundschau, 21./22. September 2022, Ausgabe Leoben

Seite 28 21./22. September 2022 WERBUNG www.rundschau-medien.at NIKLASDORF Niklasdorf als Hotspot für Forschung Niklasdorf. Am Institut MATERIALS der Joanneum Research wird mit Hochdruck an innovativen Zukunftslösungen gearbeitet. Mehr als 30 Jahre schon sinddie Expertinnen und Experten der Forschungsgruppe Laser- und Plasma-Technologien – früher Laserzentrum Leoben (LZL) – von Joanneum Research in Niklasdorf aktiv. Vor zwei Jahren wurden alle Räumlichkeiten der Forschungsschmiede renoviert, und nun arbeiten rund 25 hochinnovative Menschen an neuenMöglichkeiten, Materialien aufzubereiten oder aufzuwerten. Von außen sieht der Standort des Instituts MATERIALS der Joanneum Research gar nicht so spektakulär aus, aber in den Labors sind brandneue Laser- und Beschichtungsanlagen sowie 3D-Drucker für Metall im Einsatz. Wofür man das braucht, erklärt Wolfgang Waldhauser, Forschungsgruppenleiter am Standort: „Wir arbeiten mit vielen namhaften Industriepartnern zusammen. Durch unsere Erfahrung in der Werkstoffkunde kombiniert mit Beschichtungs-, Laser- und 3D-Drucktechnologien sind wir vor allem für die Qualitätsverbesserung bei Materialien und Bauteilen in der produzierenden Industrie sehr gefragt.“ Aktuell arbeiten die Forscherinnen und Forscher zum Beispiel am EU-Projekt „Sustainair“. Sie wollen damit die Luftfahrt ökologisieren, also „grüner“ machen. Im Detail wollen die Forscher, nämlich Reinhard Kaindl, Richard Görgl, Benjamin Meier und Vojislav Petrovic, Flugzeugbauteile wesentlich leichter machen und damit den extrem hohen Treibstoffverbrauch reduzieren. Eine Möglichkeit dafür ist, Flugzeugbauteile zu drucken – und zwar aus Titan und als neuer Lösungsansatz aus Werkstoffverbunden, die aus Metallen und Faser-verstärkten Kunststoffen bestehen. Die Forschung in Niklasdorf reicht von ganz groß wie Flugzeugteilen bis klein wie Minilabors (Lab-on-a-Chip): Carina Hendler erforscht zum Beispiel, wie man Kunststoffoberflächen mit Funktionen aufwertet. Damit lässt sich in der medizinischen Diagnostik punkten – mit sogenannten Minilabors lassen sich nicht nur Corona-Viren, sondern auch Krankenhauskeime nachweisen. Am Standort der Joanneum Research in Niklasdorf forschen 25 Expertinnen und Experten an der Optimierung von Materialien. Joanneum Research Leobner Straße 94a 8712 Niklasdorf Tel. 0316/876-3304 materialsniklasdorf-sek@joanneum.at Carina Hendler forscht aktuell daran, wie man Oberflächen mit Zusatzfunktionen ausstattet. Joanneum Research Einen virtuellen Laborrundgang finden Sie hier:

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