Obersteirische Rundschau, 18./19. Mai 2022, Ausgabe Leoben

www.rundschau-medien.at | 18./19.5.2022 – Jg.11 | Nr. 10 | Tel. 03862/8989-250 Österreichische Post AG | P.b.b. | Verlagsort 8600 Bruck an der Mur | RM12A039411K | Auflage: 90.500 Stk. | AUSGABE LEOBEN Mit Herbstbrise Kulturreihe Eisenerz*art mit neuer Partnerschaft. S. 2 Mit Hirnschmalz Die Montanuni lädt auch heuer zur Start-up-Werkstatt. S. 3 Mit Perspektive Anton Paar stellt Ansiedelung in Eisenerz in Aussicht. S. 14 Mit Botschaft Ausstellung „See the big picture“ in Mautern. S. 51 IM BEZIRK STOP! Wenn Sie Ihren Gold- und Silberschmuck, Diamant-, und Edelsteinschmuck, Ihre Gold- und Silbermünzen, Armband- und Taschenuhren, Briefmarken, Orden und Auszeichnungen, Urkunden, Fotoalben und Bücher vom 1. bzw. 2. WK, Bilder, Teppiche verkaufen möchten, fragen Sie zuerst unsere Sachverständigen. Schätzungen sind in unseren Geschäften in Bruck (Hauptplatz, im Haus Glasbau Gruber) und Leoben (beim Schwammerlturm) kostenlos – Hausbesuche nach Anruf. Wir erstellen auch Gutachten für Schmuck und Antiquitäten für Haushaltsversicherungen und Testamente. 0664 / 33 82 716 Goldund Silber- ankauf! SOFORTANKAUF GOLDDUKATEN, PHILHARMONIKER, BABENBERGER, GOLDBARREN. AUCH JEDE MÜNZSAMMLUNG! SILBER, KUPFER UND NICKEL. ANKAUF VON 10-, 25-, 50-, 100- und 500-SCHILLING-MÜNZEN! (auch beschädigte Münzen) ÖFFNUNGSZEITEN: Bruck: 9-15 Uhr | Leoben: 8-16 Uhr WWW.JAHRBACHER.COM Zahn - Mautern/Stmk Alle Kassen & Privat Dr. med. dent. Mohamed Alassadi Zahnarzt 03845 / 24 6 79 0664 / 188 59 24 Hauptstraße 24/2 8774 Mautern Ordinationszeiten: Mo.-Do-: 9-13 u. 14-18 Uhr Fr. nach Vereinbarung Ein offenes Ohr für alle Rechtsfragen Die öffentliche Notarin Susanne Weichsler berät Sie in ihrer Kanzlei in der Parkstraße 11 in Leoben gerne zu Ihren rechtlichen Anliegen. Gemeinsam mit ihrem kompetenten Team befasst sie sich mit allen Fragen rund um Familien-, Erb-, Immobilien- und Unternehmensrecht. Nähere Info und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung gibt es unter Tel. 03842/44400 oder online auf www.notar-weichsler.at. ANZEIGE / Foto: KD Der Wald ist Lebensraum und Klimaretter, gleichzeitig Baustofflieferant und Massenarbeitgeber. Wir widmen dem Holz in dieser Ausgabe elf Seiten Sonderteil. ab S. 27 Das kann olz: Genialer Stoff auf Sonderseiten

Seite 2 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Eisenerz. Die Kulturreihe Eisenerz*art startet ins neue Programmjahr, diesmal mit einer Kooperation mit dem Steirischen Herbst. Ein Damenquartett anstelle eines Duos präsentierte heuer das Programm der Kulturreihe „Eisenerz*art“. Einer der diesjährigen Programmpunkte scheint nämlich auch im Begleitprogramm des großen Kulturfestivals Steirischer Herbst auf, und so gesellten sich zu Gerhild Illmaier und Karin Hojak-Talaber beim diesjährigen Medientermin auch Herbst-Intendantin Ekaterina Degot und Kuratorin Alexandra Riewe. Eichholzer-Schau. Es ist die Geschichte des Architekten und Widerstandskämpfers Herbert Eichholzer, welche die beiden Festivals zueinander brachte. Er wurde zwar nur 40 Jahre alt (1943 vom NS-Regime wegen Hochverrats hingerichtet), hat er außerordentlich vielfältige Spuren hinterlassen. Unter anderem auch in Eisenerz, wo am Freiheitsplatz ein Friseursalon nach seinen Entwürfen errichtet wurde. Das Geschäft gehörte Gerhild Illmaiers Großvater, und heute beherbergt das Haus die Galerie „Freiraum“. Genau dort wird die von Alexandra Riewe kuratierte Ausstellung „Herbert Eichholzer: Blaupause“ von 18. August bis 16. Oktober zu sehen sein. Bis Ende Juni gehört die Ausstellungsfläche der von Hojak-Talaber konzipierten Schau „Wir Klauberinnen“. Die Hommage an die Klauberfrauen vom Erzberg wird aus dem vergangenen Jahr fortgesetzt. Klänge, Texte, Theater. Der Start ins Programmjahr erfolgt mit Literatur und Musik, und mit einem der Eisenerz*art-Auswärtsspiele: Johannes Silberschneider und Stub’n Tschäss treten am 20. Mai im Stadttheater Leoben auf, nach zweimaliger lockdownbedingter Verschiebung gewissermaßen unter dem Motto „jetzt aber wirklich!“ (Näheres auf Seite 24 dieser Ausgabe). Am 1. Juli treten Franz Vetter, Alfred Valta und Bernhard Valta mit einer steirischen Interpretation des Bruce-Springsteen-Albums „Nebraska“ im Radwerk IV in Vordernberg auf. Von 2. Juli bis Eisenerz*art-Präsentation mit Ekaterina Degot, Gerhild Illmaier, Karin HojakTalaber und Alexandra Riewe (v. li.). Foto: KD Es herbstelt z*art in Eisenerz 3. September wird in Eisenerz die Klanginstallation „Klangnetze“ zu erleben sein, die parallel in vier weiteren steirischen Gemeinden läuft. Poetisch-kulinarisch wird’s am 16. Juli im Eisenerzer Erzbergbräu. Der aus Syrien stammende literarische Senkrechtstarter Omar Khir Alanam verbindet zwei große Leidenschaften bei einer Küchenlesung und serviert Speisen mit Textbegleitung. Weitere Programmpunkte sind die Leseperformance „Der Kaiser und sein Sonnenschein“ mit Leopold Altenburg am 9. September im Kammerhof, das Kindertheaterfestival KuKuK von 14. bis 18. November in Trofaiach und Martin G. Wankos musikalische Lesung „Eisenhagel“ am 7. Dezember im Erzbergbräu. Tunnelreinigung Mürzzuschlag, Spital. Seit Anfang dieserWochewirddieTunnelkette Semmering auf der S6 einer umfassenden Reinigung unterzogen. Die Arbeiten werden in den kommenden beiden Nächten abgeschlossen, und zwar von 18. auf 19. Mai in den Tunneln Semmering und Steinhaus Richtung Bruck sowie Grasberg und Eselstein Richtung Wien, von 19. auf 20. Mai in den Tunneln Ganzstein und Spital RichtungWien. Der Verkehr wird jeweils zwischen 19.30 Uhr und 6 Uhr früh entsprechend umgeleitet. Trauer um Maximilian Haberl Langenwang. DieMarktgemeinde Langenwang trauert um ihren ehemaligen Bürgermeister Maximilian Haberl, der nach langer schwerer Krankheit im 68. Lebensjahr verstorben ist. Mehr als 20 Jahre lang war er kommunalpolitisch tätig, unter anderem als Schul- und Kulturausschussobmann sowie Gemeindekassier. Nachdem er 2000 zum Vizebürgermeister gewählt worden war, lenkte er schließlich von 2006 bis 2011 als Ortsoberhaupt die Geschicke seiner Heimatgemeinde. Beruflich leitete Maximilian Haberl nach Lehrertätigkeiten in Ratten, Neuberg und Krieglach von 1996 bis 2013 als Direktor die Hauptschule Langenwang. Er hinterlässt eine Frau, drei Kinder und zwei Enkelkinder. Maximilian Haberl ist im 68. Lebensjahr verstorben. Foto: Ebner 22 Das ist los! Veranstaltungsübersicht für die Region. 42 Kleinanzeigen, Impressum auf Seite 45. 55 S ervice in der Rundschau, Standesmeldungen ab 54. 26 Im Rundschau-Test: Der neue Opel Grandland. Diesmal in der Rundschau 47 Sechs Viertagespässe fürs Erzbergrodeo zu gewinnen. 52 Die Besucherbilanz der Top-Ausflugsziele. Fotos: PA, Red Bull Contentpool/Platzer, Wassler

Seite 3 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Starthilfe für innovative Köpfe in Leoben Leoben. Im Juni startet in der Montanuniversität die sechste Auflage der Start-upWerkstatt für GründerInnen. Bereits zum sechsten Mal öffnet die Start-up-Werkstatt des Gründerzentrums Leoben von 10. bis 12. Juni ihre Türen. Innovative Köpfe erhalten dabei wieder ein Wochenende lang kostenfrei wertvolle Inputs und Feedback, um ihre Geschäftsideen zu schärfen. Dies geschieht im Rahmen von Impulsvorträgen und in Form von individuellen Coaching-Gesprächen während der Arbeitsblöcke. „Die Stadt Leoben ist seit der Gründung des Zentrums für angewandte Technologie 50-prozentiger Gesellschafter dieser mehr als erfolgreichen Institution“, sagt Vizebürgermeister Maximilian Jäger. „Grund dafür ist das große Interesse der Stadt, junge und innovative Köpfe, insbesondere AbsolventInnen der Montanuniversität, in der Region zu halten, Unternehmensgründungen zu forcieren und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Allein in den vergangenen Jahren konnten so mehr als 70 Gründerprojekte umgesetzt werden.“ Eine zu Papier gebrachte Idee ist die Eintrittskarte in die Start-up-Werkstatt. Innerhalb eines Wochenendes werden dann unter der Anleitung von Experten die wesentlichen Komponenten eines erfolgreichen Businesskonzepts als Grundlage für das eigene Startup erarbeitet. „An unserer Universität, aber auch außerhalb, treffen wir immer wieder auf Menschen, die voller Ideen sind“, sagt die Vizerektorin der Montanuniversität Leoben Martha Mühlburger. „Hier bekommen sie das Know-how, die Unterstützung und die Ermutigung, um sie auch Realität werden zu lassen.“ Bewerbungen für die Start-upWerkstatt werden von Einzelpersonen wie auch von Teams entgegengenommen, Alter und Erfahrung sind nebensächlich. Nähere Info gibt es online auf www.startupwerkstatt.com. Maximilian Jäger und Martha Mühlburger (3. u. 4. v. li.) mit erfolgreichen Absolventen der Start-up-Werkstatt. Foto: Freisinger Von Fischbach in die Ukraine Fischbach. Ein Rüstlöschfahrzeug aus dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Fischbach wird künftig seinen Dienst in der Ukraine versehen. Gemeinsam mit einem Tanklöschfahrzeug von der Freiwilligen Feuerwehr Grundlsee wurde es dem Land Steiermark zur Unterstützung der Bevölkerung der Stadt Lemberg zur Verfügung gestellt. Die offizielle Übergabe erfolgte im Beisein von Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried und der Fischbacher Bürgermeisterin Silvia Karelly im Grazer Burghof an LH Hermann Schützenhöfer und LH-Stv. Anton Lang. Anton Lang, Silvia Karelly, Hermann Schützenhöfer und Reinhard Leichtfried (2. bis 5. v. li.) mit Vertretern der FF Fischbach bei der Übergabe. Foto: Fischer ERLEEB‘ DEN SCHÖNSTEN PLATZ ANDER SONNE! GRATIS-HOTLINE UND KATALOGBESTELLUNG: 0800 20 2013 LEEB.AT MARTIN BRUNNHOFER, Gebietsleiter | Tel. 0664 190 30 62 | EUROPAS NR. 1

Seite 4 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Zweite Fertigstellung im Herzstück Leoben. Der zweite Bauabschnitt bei der Sanierung des Erwachsenentraktes am LKH in Leoben wurde jüngst fertiggestellt, das bisherige Investitionsvolumen liegt bei rund 18,8 Millionen Euro. Nach 32 Monaten Bauzeit wurde am Leobener Standort des LKH Hochsteiermark vor kurzem die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der sogenannten Sanierung und Standardanhebung im Erwachsenentrakt 1 gefeiert. Als Gäste konnte das Direktorium des LKH Hochsteiermark – bestehend aus Betriebsdirektor Harald Kapeller, ärztlichem Direktor Erich Schaflinger und Pflegedirektorin Sylvia Noé – unter anderen Kages-Finanzvorstand Ernst Fartek und Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß begrüßen. Von einem wichtigen Schritt in der Schwerpunktsetzung des Krankenhauses sprach Erich Schaflinger. Silvia Noé nannte den ET 1 – wie er intern genannt wird – das Herzstück der Patientenversorgung. Insgesamt 30 Millionen. „Wir hatten trotz Corona keine Bauunterbrechungen und sind mit allen Abschnitten voll im Zeitplan“, sagte Noé, die einen großen Dank an alle Mitarbeiter und Patienten aussprach. „Der Lärmpegel und die Belastung durch den Umbau gepaart mit der Pandemie war enorm hoch. Auf der einen Seite stand der Bagger und es wurde gestemmt, auf der anderen Seite lagen die Patienten und es wurde von unserem Personal gearbeitet“, so die Pflegedirektorin, die auf den dritten Bauabschnitt hinwies, der Ende 2023 dann fertiggestellt werden soll. Die geschätzten Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf mehr als 30 Millionen Euro. Rund 18,8 flossen bisher in die ersten beiden Bauabschnitte, die unter anderem die Aufstockung des bestehenden Nordzubaus um weitere vier Geschosse und die verbundene Haustechnikaufbauten auf dem Dach sowie Sanierungsarbeiten im bestehenden Haus beinhalteten. Durch die Aufstockung konnte außerdem eine Reduktion von Sechs- auf Yoga-Webinar für Krebserkrankte Steiermark. Am Donnerstag, dem 19. Mai, veranstaltet die Krebshilfe Steiermark ein kostenlosesWebinar unter demTitel „Yoga für Krebserkrankte“. Unter der Leitung von Gilda Wüst werden dabei Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken vermittelt, die dabei unterstützen, Kraft zu schöpfen und Selbsthilfekräfte zu mobilisieren. Das Webinar beginnt um 10 Uhr, Anmeldungen werden unter Tel. 0316/474433-0 oder beratung@krebshilfe.at entgegengenommen. Mein ece, Kapfenberg. Das Einkaufszentrum ece blickt heuer auf eine 30-jährige Geschichte zurück und startet mit vielen Neueröffnungen in eine erfolgreiche Zukunft. „Mein ece – weil ich hier meine Freunde treffe“ lautet der Slogan der neuen Werbelinie, die anlässlich des 30-jährigen Bestehens des beliebten Kapfenberger Einkaufszentrums ins Leben gerufen wurde. Und dieser Satz kommt nicht von ungefähr, denn vor dem Hintergrund dieses Jubiläums machen sich viele Menschen aus der Region darüber Gedanken, was das ece für sie bedeutet. Die Einrichtung gilt seit jeher nicht nur als Einkaufszentrum, sondern vielmehr als ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und eben Freunde trifft. Geschäfte und Events. Das ganze Jahr über dient das ece als Schauplatz für verschiedenste Veranstaltungen für jung und alt. Darüber hinaus haben sich gerade in den vergangenen Monaten viele neue Geschäfte hier ange-

Seite 5 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at der Patientenversorgung Harald Kapeller, Sylvia Noé, Juliane BognerStrauß, Erich Schaflinger und Ernst Fartek (v. li.) bei der Eröffnung. Foto: PA Vier-Bett-Zimmer ermöglicht werden. Optisch am auffälligsten ist die weiße Außenfassade, die die frühere rostrot-braune Betonplatten-Hülle ersetzt. „Auch ockergelbe Wände und mit kleinen grünen Fliesen gekachelte Bäder waren damals ebenmodern“, so Noé über das in den 1970er-Jahren errichtete Gebäude, „jetzt haben wir uns davon verabschiedet.“ Laufende Modernisierungen. „Der Charme der 1970er- und 1980er-Jahre, den das Gebäude vor dem Umbau austrahlte, war damals schon gerechtfertigt, aber jetzt braucht es einfach ein anderes Arbeiten. Die Medizin entwickelt sich enorm schnell weiter, und so baut man heute keine Krankenhäuser mehr für 100 Jahre. Eine laufende Erneuerung ist zwingend notwendig“, sagte der KagesFinanzvorstand Ernst Fartek. „Und es geht auch weiter. In den nächsten zehn Jahren wird es am Leobener Standort weitere Ausbau- und Sanierungschritte geben“, so Fartek.Wichtig in einem Krankenhaus sei neben den medizinischen und pflegetechnischen Höchststandards auch der Wohlfühlfaktor, wie Landesrätin Juliane Bogner-Strauß betonte. Die aktuell größte Herausforderung sei jedoch weiterhin der große Personalmangel. „So braucht es unter anderem eine bessere Vernetzung zwischen den niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus sowie weitere Änderungen bei den Ausbildungsformen“, so BognerStrauß. Gerstmayr neues Vorstandsmitglied Kapfenberg. Gerhard Gerstmayr ist neuesVorstandsmitglied der High Performance Metals Divison des Voestalpine-Konzerns. Der gebürtige Oberösterreicher, zuletzt technischer Geschäftsführer von Voestalpine Böhler Aerospace in Kapfenberg, übernimmt den Sitz von Gerhard Lichtenegger, der seine Funktion zurückgelegt hat. Als Mitglied des fünfköpfigen Divisionsvorstands verantwortet Gerstmayr unter anderem die Bereiche Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Luftfahrt. Gerhard Gerstmayr. Foto: KK NEUERÖFFNUNG IM ece ERDGESCHOSS Genießen Sie unsere leidenschaftlich zubereiteten italienischen Spezialitäten bei angenehmer Atmosphäre! weil... siedelt – also definitiv ein Ort, an demman Freunde trifft. Italienischer Genuss. Fans des ece dürfen sich außerdem darüber freuen, dass auch das kulinarische Angebot weiter gewachsen ist. Erst vor kurzem öffnete hier „La Trattoria Piazza di Marco“ erstmals ihre Türen. Hier kann man mit Familie und Freunden hervorragende s üd l änd i s c h e Sp e z i a l i t ä t e n in einem der schönsten und größten italienischen Restaurants der gesamten Obersteiermark genießen. Schon allein das atemberaubend schöne Ambiente ist einen Besuch wert. Pizza, Nudeln, Fisch und Fleisch. Nach ausgesuchten Rezepten aus seiner Heimat zaubert der Pizzakoch neapolitanische Köstlichkeiten für die Gäste, und auch jedes der abwechslungsreichen Nudelgerichte ist ein Gedicht für sich. Das reichhaltige Angebot an exquisiten Fisch- und Fleischspeisen ergänzt die umfangreiche Speisekarte. Kommen Sie vorbei. Läuft Ihnen auch schon das Wasser im Mund zusammen? Dann zögern Sie nicht, kommen Sie bei „La Trattoria Piazza di Marco“ vorbei und überzeugen Sie sich persönlich von der hohen Qualität des Gastronomiebetriebes. An- schließendwerden Sie versucht sein, den neuen Slogan des ece zu erweitern: „Mein ece – weil ,La Trattoria Piazza di Marco‘ ein kulinarisches Highlight der Region ist.“ Das Team freut sich bereits auf Ihren Besuch, geöffnet ist das Restaurant von Montag bis Sonntag von 9 bis 21 Uhr.

Seite 6 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Waasenplatz 1 | 8700 Leoben Hauptplatz 18 | 8720 Knittelfeld Tel. 05 7466 E-Mail: office@eca-steiermark.at Web: www.eca-steiermark.at Foto: ECA FAMILIENFREUNDLICHSTER BETRIEB DER STEIERMARK 2015 Award-Gewinner Steuerberater des Jahres 2015 - 2016 - 2017 & 2018 Allrounder Steiermark Bereits zum 4. Mal! Ökosoziale Steuerreform 2022 – Teil 1 Neben dem neuen Investitionsfreibetrag und der Verlängerung der degressiven Abschreibung wurden im Rahmen der Ökosozialen Steuerreform 2022 folgende Änderungen beschlossen: Reduktion des Einkommensteuersatzes Jahreseinkommen bis EUR 11.000,00 bleiben weiterhin steuerfrei. Für Einkommen zwischen EUR 11.000,00 und EUR 18.000,00 wurde der Steuersatz bereits von 25 % auf 20 % gesenkt. In der Einkommensstufe zwischen EUR 18.000,00 und EUR 31.000,00 wird ab 1.7.2022 der Steuersatz von 35 % auf 30 % gesenkt, wobei dadurch für das Jahr 2022 ein Mischsatz von 32,5 % zur Anwendung kommt. In weiterer Folge wird ab 1.7.2023 die 3. Tarifstufe (Einkommen zwischen EUR 31.000,00 und EUR 60.000,00) von 42 % auf 40 % reduziert – hier kommt dadurch im Jahr 2023 ein Mischsatz von 41 % zur Anwendung. Familienbonus Plus Der jährliche Familienbonus Plus wird ab 1.7.2022 von EUR 1.500,00 auf EUR 2.000,00 pro Kalenderjahr und Kind bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhöht, bei Kindern ab 18 Jahren von EUR 500,00 auf EUR 650,00/Jahr. Für 2022 ergibt sich dadurch ein Familienbonus von EUR 1.750,00 (bzw. EUR 575,00). Der Kindermehrbetrag beträgt derzeit EUR 250,00 pro Kind und steigt bis 2024 stufenweise auf EUR 450,00. Krankenversicherung Selbständige und Bauern mit niedrigen und mittleren Einkommen erhalten – abhängig von der Höhe der monatlichen Beitragsgrundlage – eine Beitragsgutschrift im Bereich der Krankenversicherung. Entsprechend einer gesetzlich festgelegten Staffelung beträgt diese zwischen EUR 90,00 und EUR 315,00. Sonja Haingartner, PMBA Mag. Anita Pfnadschek Feuerwehr feierte Geburtstag Trofaiach. Bei einem Fest blickte die Freiwillige Feuer- wehr Laintal auf ihre 100-jäh- rige Geschichte zurück. Mit einem Florianitag feierte die Freiwillige Feuerwehr Laintal in Trofaiach ihr 100-jähriges Bestehen. Zum Festakt auf dem Vorplatz des Rüsthauses konnte Kommandant Michael Fürstaller zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter auch Bürgermeister Mario Abl, Vize Alfred Lackner, Bereichskommandant Manfred Harrer und Abschnittskommandant Alexander Siegmund. Neben einem vorgetragenen Rückblick auf das vergangene Jahrhundert konnte auch eine Fotoausstellung zu diesem Thema besichtigt werden. Nach den Grußworten der Ehrengäste wurdenmehrere Mitglieder der FF Laintal für ihre Leistungen geehrt. Josef Judmaier erhielt das Verdienstzeichen des Bundesfeuerwehrverbandes, Werner und Ernst Tomsits, Manfred und Hans-Rudi Dorfer, Manfred Aichmaier und Jürgen Hofer jenes des Landesverbandes. Verdienstzeichen des Bereichsverbandes gingen an Johannes Freitag, Günter Braunauer, Michael Fürstaller, Thomas Gasteiner, Harald Hofer, Richard Judmaier, Kevin Walcher und Werner Tomsits. Günter Braunauer wurde überdies für seine 25-jährige verdienstvolle Tätigkeit mit einer Medaille gewürdigt. Die Mitglieder der FF Laintal mit Bürgermeister Mario Abl (vo. Mitte) bei der Feier des 100-Jahr-Jubiläums. Foto: FF Laintal Kinder gestalten in der Bergmannstadt mit Eisenerz. Ab sofort verfügt nun auch die Stadt Eisenerz über einen Kindergemeinderat. In monatlichen Sitzungen werden sich die Mitglieder, die zwischen acht und zwölf Jahren alt sind, mit frei gewählten Projekten befassen, mit denen sie ihre Heimatstadt mitgestalten können. Begleitet wird der Eisenerzer Kindergemeinderat von Jakob Kramer und Katrin Uray-Preininger von der Fachstelle „beteiligung.st“, als Ansprechpartnerin seitens der Stadtgemeinde fungiert die Leiterin der Stabsstelle Stadtmarketing Bianca Klapfer. Mit frei gewählten Projekten können die Kinder, hier beim ersten Treffen, künftig ihre Heimatstadt mitgestalten. Foto: KK

Seite 7 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at SYMBOLFOTOS künstlichen Farbsto en Palmöl gehärteten Pflanzenfetten genetisch veränderten Organismen (GVO) künstlichen Verdickungsmitteln, Stabilisatoren und Emulgatoren künstlichen Aromen Bonus-Gutschein über € 1,50 für einen Kinder-Eisbecher Gültig von 18.5. bis 30.6.2022 Bonus-Gutschein über € 1,00 für ein Frühstück oder ein Mittagsmenü Gültig von 18.5. bis 30.6.2022 Über 200 bekannte Eisbecher Mit der größten Kinder-EisbecherAuswahl Europas Ab Nachmittag mit dem neuen „Maxi Sprizz“ und den rustikalen italienischen Maxi-Panini Ab 18 Uhr täglich mit den neuen „flambierten“ Weltmeister-Cocktails Bei uns bekommen Sie natürliches Eis, frei von: Endlich mal Sommer und Sonne und gute Stimmung mit Cortina Eis Café Hauptplatz Leoben, täglich ab 8.30 Uhr Die Eissaison ist eröffnet! Leoben. Mit Beginn der warmen Jahreszeit wächst auch wieder die Lust auf einen köstlichen Eisbecher im gemütlichen Gastgarten des beliebten Eissalons Cortina, der seit 1995 für italienisches Flair auf dem Leobener Hauptplatz sorgt. Rund 200 verschiedene Eisbecher, gefüllt mit liebevoll gestalteten Kreationen aus hochwertigsten Zutaten, warten auf die Gäste, während sich der Nachwuchs über Europas größte Auswahl an Kindereisbechern freuen darf. Darüber hinaus bietet das Cortina auch ausgesuchte Cocktails sowie Snacks, Pizza, Bruschetta, Aperitifs, Weine, Kaffee, Prosecco und weitere italienische Köstlichkeiten. Auch ein Mittagsmenü kann man bei Bedarf im einladenden Ambiente des Lokals oder des Gastgartens genießen. Eissalon Cortina Hauptplatz 11, 8700 Leoben Das Angebot reicht vom köstlichen Eisbecher bis zum sommerfrischen Cocktail. Fotos: AdobeStock Drei Ehrungen in Eisenerz Eisenerz. Bei einer Festsitzung des Eisenerzer Gemeinderates wurde die frühere Bürgermeisterin Christine Holzweber für ihre langjährigen Verdienste mit dem Ehrenring der Stadt gewürdigt. Die Verleihung erfolgte durch ihren Amtsnachfolger Thomas Rauninger sowie die beiden Vizebürgermeister Markus Pump und Peter Iraschko, als Laudator fungierte der ehemalige Ortschef von Radmer Siegfried Gallhofer. Weitere Ehrungen wurden dem Schöpfer des Gerbereimuseums Herbert Krump und dem ehemaligen Vizebürgermeister Christian Berger zuteil, sie wurden mit dem historischen Stadtwappen in Gold ausgezeichnet. Thomas Rauninger, Christine Holzweber, Peter Iraschko, Markus Pump und Siegfried Gallhofer (v. li.) bei der Festsitzung in Eisenerz. Foto: KK

Seite 8 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Rechts-Hilfe Nicht nur die Rosinen In der Praxis wird im Zuge einer Verlassenschaftsabhandlung immer wieder gefragt, ob man auch die Schulden des/der Verstorbenen zahlen müsse. Man sei ja schließlich Erbe und sollte das hinterlassene Vermögen bekommen, ohne etwas dafür tun oder gar zahlen zu müssen. Der Gesetzgeber sieht das verständlicherweise anders. Nach dem Tod einer Person besteht zunächst der ruhende Nachlass; die Erben treten erst durch Annahme der Erbschaft (Abgabe der Erbantrittserklärung) und gerichtliche Verfügung (Einantwor tungsbeschluss) in die Rechtsstellung des/der Verstorbenen ein. Erben, die eine unbedingte Erbantrittserklärung abgeben, haften mit Einantwortung, unabhängig von der Höhe der Aktiva, für alle Verbindlichkeiten und P ichten des/der Verstorbenen solidarisch und unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen. Will man das nicht, wird man eine bedingte Erbantrittserklärung abgeben, mit der die Haftung der Höhe nach grundsätzlich auf den Wert der Verlassenschaft beschränkt wird. Auch die konkrete Bezahlung von Schulden ist Aufgabe der Erben und nicht etwa des Verlassenschaftsgerichtes oder Gerichtskommissärs. Peter Tunner-Straße 4 8700 Leoben Tel. 03842/43293 o ce@notariat-leoben.at Die erste Rechtsauskunft ist kostenlos, aber nicht umsonst! Alice Perscha Notarin & Mediatorin Aktuelles aus dem Stadtrat Leoben. Digitale Erfassung des Baumbestandes und zahlrei- che Sanierungsmaßnahmen. In der jüngsten Sitzung des Leobener Stadtrates wurde die Referenzpartnerschaft für ein Bauminventar- und -verwaltungssystem beschlossen. Dafür wird der Leobener Baumbestand digital erfasst, um künftig Pflegebedarf, aber auch klima- und ökologisch relevante Daten abfragen zu können. Sanierungen. Im Asia Spa Leoben werden die Turborutsche ausgetauscht, Terrassen, Spielplatz und Edelstahlbecken saniert sowie das Ausgleichsbecken neu beschichtet. Dafür werden rund 260.000 Euro in die Hand genommen. Weitere 800.000 Euro fließen in die Kanalsanierung im Stadtgebiet. Betroffen davon sind der Hirschgraben, die Moskenberg- und die Pestalozzistraße. Außerdem erfolgen punktuelle Aufgrabungen in der Radmeistergasse, der Kerpely- und der Peter-Tunner-Straße, dem Katharinenweg, der Steinleiten und der Waidbachstraße. Die Arbeiten beginnen Anfang Juli und sollen bis Ende Oktober dauern. Über die Sommermonate wird die südliche Dachfläche der Sporthalle Donawitz saniert, auch die Sheddachbänder, die für die natürliche Belichtung des Hallenbereichs sorgen, werden erneuert. Insgesamt werden dafür 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Parkflächen für AT&S. Bis zur Fertigstellung des betriebseigenen Parkhauses der Firma AT&S in Hinterberg verpachtet die Stadt am Prettachfeld eine weitere Fläche von rund 15.000 Quadratmetern an das Unternehmen, die als interimistischer Parkplatz für die Mitarbeiter verwendet wird. Darüber hinaus wird auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Hinterberg die Baustelleninstallation für den Betriebsausbau des Leiterplattenwerks vorgenommen. Schule und Kindergärten. Ein weiterer Beschluss betrifft die Sanierung und Erweiterung der Volksschule Leitendorf zum Bildungszentrum Fröbelgasse. Nach heuer soll ein Beteiligungsprozess mit Ideenwerkstatt und diversen Workshops durchgeführt werden. Für die Kindergärten Leoben-Stadt, Lerchenfeld, Donawitz und Göß sowie die Volksschule Seegraben werden neue Spielgeräte angeschafft. Außerdem wurden die erforderlichen Mittel für die Wiedererrichtung des nach einem Brand schwer in Mitleidenschaft gezogenen Kindergartens Donawitz beschlossen. Der Leobener Baumbestand, wie hier im Glacis, wird digital erfasst. Foto: Freisinger Obmann bestätigt Kalwang. Im Beisein von Be- zirksobmann Andreas Kühberger fand der Ortsparteitag der ÖVP Kalwang statt. Dabei wurde Bürgermeister Mario Angerer einstimmig in seiner Funktion als Obmann bestätigt. Zu seinem Stellvertreter wurde Günther Aigner gewählt, weitere Vorstandsmitglieder sind Claudia Klarmann-Steger, Kurt Schober, Martin Blasl und Thomas Schober. Verein unter neuer Leitung Vordernberg. Bei der heurigen Generalversammlung des Montanhistorischen Vereins Österreich in Vordernberg wurde Leopold Weber zum neuen Präsidenten gewählt. Er übernimmt das Amt von Lieselotte Jontes, die die Geschicke des Vereins nach dem Ableben des früheren Präsidenten Gerhard Sperl interimistisch gelenkt hatte. Unterstützt wird Weber künftig von den beiden Vizepräsidenten Walter Hubner und Günther Kolb, weitere Vorstandsmitglieder sind Günther Kobald, Johann Friml, Bettina Blasl und Josef Hasitschka. Josef Hasitschka, Leopold Weber, Lieselotte Jontes, Günther Kobald, Johann Friml, Bettina Blasl, Günther Kolb und Walter Hubner (v. li.). Foto: KK

Seite 9 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Erfolgreiches Benefizkonzert Leoben. Über ein ausverkauftes Haus durften sich die Damen des Kiwanis Clubs Leoben Forum Liuben bei ihrer BenefizMatinee im Live Congress freuen, für die erstmals das Strauß-Ensemble der Wiener Symphoniker in Leoben zu Gast war. Zum Abschluss der Veranstaltung konnte KiwanisPräsidentin Astrid Tomaschitz einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro an den Präsidenten des Musikvereins Gerhard Samberger übergeben. Der Erlös aus dem Benefizkonzert wird zur Gänze für die Förderung junger künstlerischer Talente aus dem Raum Leoben verwendet. Astrid Tomaschitz (2. v. re.) mit ihren Kiwanis-Damen und Gerhard Samberger bei der Übergabe des Spendenschecks in Höhe von 5000 Euro. Foto: KK Obmannwechsel in Trofaiach Trofaiach. Beim Stadtparteitag der ÖVP Trofaiach wurde Michael Winkler mit 100 Prozent der Stimmen zum neuen Obmann gewählt. Er folgt auf Erich Temmel, der seine Funktion im Vorjahr zur Verfügung gestellt hatte. Unterstützt wird Winkler künftig von seinen Stellvertretern Ingrid Pregartner und Ulrich Kapaun, weitere Vorstandsmitglieder sind Tobias Präthaler, Gerhard Zeiler, Reinhard Moser, Carolin Kogler, Jürgen Sikora, Richard Judmaier, Sebastian Ginter, Fatima Dudas, Julia Schmidberger und Philip Svazek. Gratulationen an den neugewählten Vorstand kamen auch von Bezirksobmann Andreas Kühberger, der als Gastreferent zu der Veranstaltung begrüßt werden konnte. Michael Winkler (4. v. re.) und sein neues Team der ÖVP Trofaiach. Foto: ÖVP Jetzt bei uns! DER NEUE ŠKODA KAROQ Symbolfoto. Stand 26.04.2022. Details bei Ihrem ŠKODA Berater. Verbrauch: 4,7–8,5 l/100 km. CO2-Emission: 124–193 g/km. 8792 St. Peter-Freienstein Gewerbepark 9 Tel. +43 3842 22521 www.porscheleoben.at

Seite 10 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Mürzer starten Strompilotprojekt Mürzzuschlag. Die Mürzer Stadtwerke starteten gemeinsammit Partnern ein Pilotprojekt im Bereich der Stromspeicherung, das unter anderem für mehr Netzstabilität sorgen soll. „Das erste halbe Jahr haben wir inzwischen hinter uns, drei spannende Jahre werden nun folgen“, sagte Projektleiter Alois Kraußler von der Firma „4ward Energy Research“ bei der ersten Präsentation des Forschungsprojektes „Speicher Kaskade Mürzzuschlag“, an dem neben Kraußlers Unternehmen die Stadtwerke Mürzzuschlag als Netzbetreiber, die BlueSky Energy GmbH als Speicherhersteller, der Wasserverband Mürzverband als Stromerzeuger und die Venios GmbH als Softwareentwickler mitarbeiten. Speichertests. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden unterschiedliche Speicheranwendungen an verschiedensten Stationen des Stromnetzes eingesetzt und probiert. „Bisher hat die Stromversorgung dank der einfachen Physik ohne große Regler funktioniert, da aber in den vergangenen Jahren auch immer mehr Strom von Privaten und auch Unternehmen eingespeist wird, stößt das aktuelle System allmählich an seine Grenzen“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Hubert Neureuter. „Zwei oder drei private PhotovoltaikAnlagen stellen kein Problem dar, aber wenn es mehrere Hundert sind, die gleichzeitig einspeisen, trägt dies schon zur Instabilität des Netzes bei“, so Neureuter. Gefördert durch den Bund. Insgesamt 650.000 Euro stehen als Fördermittel seitens des Bundes zur Verfügung. Zum Start des Projektes ist die digitale Erfassung des Netzes mit all seinen Teilen geplant. Projektleiter Kraußler: „So wird es möglich sein, in Echtzeit Störungsfälle oder Überlastungen zu sehen.“ Ziel des Projektes ist eine Gesamtlösung für das Mürzer Netz, die in weiterer Folge auch auf andere Netze angewendet werden kann. Neben höherer Netzstabilität und Echtzeit-Monitoring soll auch eine Notstromversorgung gewährleistet werden. Blackout-Vorsorge. Bis zu drei Tage soll ein Notbetrieb für kritische Infrastruktur aufrecht erhalten werden können. Eine wichtige Rolle würde in so einem Notfall demMürzverband zukommen. Im Normalbetrieb kann der Wasserverband rund 60 Prozent seines eigenen Bedarfs erzeugen. „Wir sind ein großer Energieverbraucher und zugleich auch Erzeuger. Für uns wäre es etwa wichtig, dass wir den tagsüber erzeugten Sonnenstrom auch nachts nützen könnten“, so Zöscher. Grundlagenforschung. Und genau das sollen verschiedenste Speicherformen und eine dazupassende Software, die alles in Echtzeit steuert, ermöglichen. „Wir sind hier jedoch noch tief in der Grundlagenforschung, denn ein solches Projekt in dieser Größenordnung gibt es österreichweit noch nicht“, sagte Hubert Neureuter. Vertreter der am Projekt beteiligten Unternehmen mit Leiter Alois Kraußler (3. v. li.) bei der Präsentation. Foto: PA Ein Blick in die Zukunft an 200 Stationen Steiermark. Gemeinsam mit Landesrätin Barbara EibingerMiedl präsentierten der Geschäftsführer von Joanneum Research Heinz Mayer und der Rektor der Kunstuniversität Graz Georg Schulz bei einem Medientermin das Programm zur „Langen Nacht der Forschung“, die am Freitag, dem 20. Mai, stattfindet. Mehr als 40 Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen, Kompetenzzentren und innovative Unternehmen in Leoben, Eisenerz, Kapfenberg und Graz laden dabei bis 23 Uhr an mehr als 200 Stationen zum Entdecken und Staunen ein. Parallel dazu finden am Mariahilferplatz in Graz von 17 bis 22 Uhr zu jeder vollen Stunde Podiumsdiskussionen mit namhaften Experten zu den großen Zukunftsthemen unserer Zeit statt, die auch via Streaming mitverfolgt werden können. Eine genaue Übersicht über alle Standorte, Inhalte und Diskussionsthemen gibt es außerdem auf der Website langenachtderforschung.at. Schimmelbefall Bruck. Schimmelbefall ist leider ein häufig anzutreffendes Pro- blem beimWohnen. Schimmelpilze zeigen sich oft als farbiger Belag auf feuchten Wänden oder Decken. Voraussetzung für die Bildung und Ausbreitung eines Schimmelpilzbefalls ist im Allgemeinen ein ausreichendes Angebot an Feuchtigkeit. Diese kann aufgrund von Baumängeln oder eines nicht sachgemäßen Lüftungs- bzw. Heizungsverhaltens vorliegen. Schimmel sollte rasch entfernt werden, da eine hohe Konzentration von Pilzsporen in der Luft die Gesundheit gefährdet, und der Schimmel Schäden an der Bausubstanz hervorrufen kann. Um den Schimmelbefall nachhaltig und dauerhaft zu bekämpfen, ist es entscheidend, die Ursache des Problems zu eruieren. Die Ursache des Schimmelbefalls und die geeigneten Sanierungsmaßnahmen können im Regelfall nur von einemSachverständigen festgelegt werden. Gerne beraten wir Sie im Zuge einer detaillierten Schadens- bzw. Mauerwerks- analyse bei der Schimmelbekämpfung. Damit es erst gar nicht zu Baumängeln bzw. einem Schimmelbefall und dessen Folgeschäden kommt, unterstützen wir Sie auch gerne bei der Planung und Ausführung Ihrer Bauvorhaben. Mittergasse 28, 8600 Bruck Tel. 03862/29642 office@vestasv.at, www.vestasv.at DI David Pichler, Baumeister. Foto: SG

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Seite 12 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Besuchen und folgen Sie uns auf: Website, ePaper, Facebook, Instagram und TikTok Die digitale Rundschau auf einen Blick Scannen Sie ganz einfach diesen QR-Code! „Mehr als Tausch von Geld gegen Kapfenberg. Im ECE Kapfenberg diskutierten führende Vertreter der Branche und der Interessensvertretung Lage und Perspektiven des Handels. Mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion startete das Einkaufszentrum ECE Kapfenberg offiziell das Veranstaltungsprogramm zum 30-jährigen Jubiläum. Eigentümer Heribert Krammer konnte unter anderen Klaus Prieschl als Gesprächsteilnehmer begrüßen, der als Bürgermeister der Stadt Kapfenberg zu Beginn der 1990er-Jahre die Idee eines innerstädtischen Einkaufszentrums vorantrieb und in Krammer einen kongenialen Umsetzer fand. Als Vertreter der aktuellen Stadtpolitik war Vizebürgermeister Erwin Fuchs mit dabei, der auch als Bezirksobmann der Wirtschaftskammer fungiert. Weiters diskutierten der Präsident des Österreichischen Handels- und Shoppingcenterverbandes und Ex-Humanic-Chef Stephan Mayr-Heinisch, der Geschäftsführer von dm-Drogeriemarkt Österreich Thomas Köck, der Geschäftsführer von OttoVersand Österreich Harald Gutschi, der steirische Handels-Spartenobmann Gerhard Wohlmuth, der Mürzzuschlager Modeunternehmer Ronald Fuchs und der Chefredakteur der steirischen Wirtschaftskammerzeitung Mario Lugger. Stadtförderung. „Es sind nicht mehr alle Innenstädte zu retten, aber wenn die Hälfte gelingt, ist auch schon viel geschehen“, sagte Mayr-Heinisch. Und er regte dafür eine neue Förderkulisse an: „So wie in der Agrarförderung die Erhaltung des Landschaftsbildes unterstützt wird, sollte auch die Stadtbildpflege übergeordnet stärker gefördert werden. Sympathische Städte und Orte sind etwas, das Europa speziell ausmacht“, so der Handelsverbandspräsident. „Nur ein paar Kilometer westwärts sehen wir ein Beispiel für fehlgeleitete Politik“, mochte sich Mayr-Heinisch einen Seitenhieb auf die Nachbarstadt Bruck nicht verkneifen. Wunsch nach Tempo. „Es braucht für denHandel wie in allenDingen konsequente und an klaren Inhalten orientierte Politik“, sagte Altbürgermeister Klaus Prieschl. Vizebürgermeister Fuchs pflichtete dem bei, wünschte sich dazu aber auch raschere Genehmigungen für Innenstadtprojekte. „Mir dauert das meist alles zu lang“, sagte er. Womit er wiederum bei Gerhard Wohlmuth offene Türen einrannte. „Über verkürzte Verfahren würden wir uns sehr freuen“, sagte der oberste Interessensvertreter des steirischen Handels. Zudem plädierte er für Innenstädte mit lebendigem Städtebund zu Gast in Trofaiach Trofaiach. Vertreter aus insgesamt 20 Gemeinden waren für ein zweitägiges Fachtreffen des Städtebundes in Trofaiach zu Gast. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand das Thema „Einfache Sprache“. Die Verwaltungssprache soll bürgernäher werden, auch auf Bescheiden und Formularen. MitarbeiterInnen der Öffentlichkeitsarbeit zahlreicher Gemeinden trafen sich zur Fachtagung in Trofaiach. Foto: Vötsch Zitiert „Mein Eindruck ist, dass sich die Innenstädte besser erholt haben als Einkaufszentren.“ Ronald Fuchs Schnell und unbürokratisch Leoben, Bruck. Zu Bargeld zu kommen, ist bei Jahrbacher kein Problem. „Wir schätzen und kaufen Ihre Gold- und Silbermünzen, Gold- und Silberschmuck, Armbanduhren, Orden und Auszeichnungen, alte Fotos und Ansichtskarten, altes Spielzeug, Bilder, Porzellan und Glas, alte Bücher und vieles mehr. Auch Gratis-Preis- auskünfte via Whats-App-Foto sind sofort möglich“, sagt Richard Jahrbacher. „Über unsere Pfandleihe bieten wir außerdem Sofortbelehnungen an. Gerne stellen wir auch schriftliche Fotogutachten für Schmuck, Münzsammlungen und dergleichen aus. Auch Hausbesuche sind jederzeit möglich.“ Nähere Info in den Geschäften beim Schwammerlturm in Leoben und imHaus von Glasbau Gruber am Brucker Hauptplatz sowie unter Tel. 0664/3382716 oder auf www.jahrbacher.com bzw. www.jahrbacher.at. 35 Jahre Erfahrung im Schmuckhandel: Richard und Margarete Jahrbacher. Foto: KK

Seite 13 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Ware“ Die Diskutanten mit Theresia Wilfinger und Michelle Waldner von der ECE-Centerleitung und Moderatorin Ulli Glettler. KD Verkehrsmix: „Nur beruhigte Zonen bringen nichts.“ Fairness. „Aus den Lockdowns heraus ist die Frequenz jetzt wieder da“, sagte Modehändler Ronald Fuchs, „und mein Eindruck ist der, dass sich die Innenstädte soweit sogar besser erholt haben als die Einkaufszentren“ (das ECE wäre ja beides, Anm.). Als positives Signal an den stationären Handel wertete Fuchs zudem, dass es 2021 keine nennenswerten Zuwächse mehr im Onlinehandel gegeben habe. „Dem Kunden ist es eben nicht egal, wo sein Produkt herkommt“, sagte Mario Lugger, „wichtig ist daher auch, dass alle nach denselben Regeln spielen und ein fairer Wettbewerb zwischen stationär und online möglich ist.“ Werte und Widmung. „Handel ist auch eine Kulturveranstaltung“, postulierte dm-Chef Thomas Köck und setzte erklärend hinzu: „Es geht ja nicht nur darum, Geld gegen Ware zu tauschen. Und wenn man Handel so sieht, mit all den Aspekten, die ihn sonst noch ausmachen, stellen sich auch viele Fragen ganz anders.“ Otto-Geschäftsführer Harald Gutschi griff ein Herzensthema Heribert Krammers auf, indem er eine Stadtfusion in der Region als gute Idee bewertete und sagte: „In einer deutlich größeren Stadt hätte man viel Geld, den stationären Handel zu fördern.“ Der Frage, wie tragfähig dieses Argument mit Blick auf die Stadt Graz und das Center Seiersberg vor deren Haustür sei, begegnete das Podium fast einhellig mit Kritik an der Landespolitik. In der Raumordnung sei zu lange zu vieles schiefgelaufen. „Leere Regale.“ Harald Gutschi ging auch auf die schwierige europäische und globale Wirtschaftslage ein und sagte: „Wir haben eine Kaufkraftkrise und dazu eine Lieferkettenkrise. Heuer kann es uns passieren, dass wir vor Weihnachten teils leere Regale haben.“ An diesem Punkt hakte dm-Chef Köck relativierend ein: „Man kann die Frage aber natürlich auch so stellen: Wer würde denn wirklich drunter leiden, und zwar ernsthaft leiden, wenn zwischenzeitlich einmal nicht 20.000 Artikel im Regal sind?“ Führungswechsel bei Christgewerkschaftern Steiermark. Bei der Landeskonferenz der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) wurde Peter Amreich mit großer Mehrheit zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von Franz Gosch, der seine Funktion nach 23 Jahren an der Spitze zur Verfügung stellte. In dieser Zeit war der Brucker für zahlreiche Neuerungen maßgeblich mitverantwortlich, wie etwa die Burn-out-Plattform und vor allem die steirische und später auch die österreichische Pendlerinitiative. Für seine ebenso langjährigen wie vielfältigen Verdienste wurde Gosch bei der Amtsübergabe zum FCGEhrenvorsitzenden auf Lebenszeit gewählt. Seinem Nachfolger Peter Amreich wünschte er alles Gute, dieser wird künftig von seinen StellvertreterInnen Franz Gosch (li.) übergab seine aktive Funktion an Peter Amreich und wurde zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit ernannt. Foto: Riedler Josef Pilko, Sarika Duller, Bettina Münzer, Guido Mauerhofer, Andrea Michitsch und Michael Gruber unterstützt. Nach 23-jähriger Selbstständigkeit in Bruck gehe ich mit Ende Juni in Pension. Suchst genau DU einen eigenen Friseursalon im Herzen von Bruck? Dann kannst DU ab Anfang Juli meinen voll ausgestatteten Salon übernehmen. Ich freue mich auf DEINEN Anruf unter: Tel. 0650 / 5401092 Alice Silly

Seite 14 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at „Die Arbeit zu den Menschen bringen“ Eisenerz. Bei einem IdeenFrühstück präsentierte die Anton Paar Group ihre Pläne für eine neue Betriebsstätte. „Ökologische und ökonomische Wege der Arbeit unter Berücksichtigung der Regionalität“ lautete das Thema des ersten Eisenerzer „Ideen-Frühstücks“, zu dem Markus Pump von der Initiative Region Eisenerz (IRE AG) in die Aula der BORG/HAK geladen hatte. Mittelpunkt der Veranstaltung war eine Unternehmenspräsentation der Anton Paar Group, die eine neue Betriebsstätte in Eisenerz ins Auge gefasst hat. Vertreten wurde das Grazer Unternehmen, das sich mit der Produktion von Instrumenten für Labore und die Prozessanalysetechnik sowie der Entwicklung von Automations- und Robotiklösungen befasst, durch Johanna Landlinger und Karl Fluch. Zehn Mitarbeiter gesucht. Die Idee hinter dem Projekt ist, der Jugend in der Region eine Perspektive für die Zukunft zu geben und gleichzeitig jene Eisenerzer, die derzeit für ihre Arbeit auspendeln, wieder zurückzuholen. „Wir wollen die Arbeit zu den Menschen brinen, nicht umgekehrt“, sagte Karl Fluch. Sobald zehn potenzielle MitarbeiterInnen gefunden sind, soll die Umsetzung gestartet werden. Mitgetragen wird diese Suche von Medien und Politik, auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die Teilnehmer am ersten Eisenerzer „IdeenFrühstück“. Foto: EW Karl Fluch von der Anton Paar Group bei der Projektvorstellung. Foto: EW Paul Lang, Johanna Hafellner, Matthias Bischof, Alexandra Frewein, Andreas Steinegger und Kurt Ramskogler (v. li.) bei der Übergabe des zertifizierten Holzspielzeugs. Foto: KD Nachhaltigkeit als Kinderspiel Traboch. Geschenke in Form PEFC-zertifizierten Holzspielzeugs für den Kinderspielbereich in der Versteigerungshalle gab es jüngst für das Rinderzuchtzentrum Traboch. PEFC-Obmann Kurt Ramskogler war zu Gast und informierte bei einem Medientermin über das Siegel, das die Herkunft verarbeiteten Holzes aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern nachweist. Das Spielzeug wurde vom Waldverband Leoben gesponsort, vertreten durch Obmann Andreas Steinegger. Auch Obmann Paul Lang und Vorstandsmitglied Alexandra Frewein vom Waldverband Steiermark sowie Bezirksbäurin Johanna Hafellner unterstrichen die Bedeutung des PEFC-Siegels für die heimische Forstwirtschaft. In der Trabocher Halle ist auch eine große Infotafel zumThema angebracht. „Ein idealer Ort, um über PEFC zu informieren“, sagte der Obmann der Rinderzucht Steiermark Matthias Bischof, „denn das Ziel ist es, dass sich bäuerliche Familienbetriebe mit dem Siegel identifizieren.“ Die Rinderzucht Steiermark selbst hat ihre Drucksorten auf zertifiziertes Papier umgestellt. Mehr über PEFC auf den Sonderseiten „Das kann Holz“ in dieser Ausgabe. Infoveranstaltung. Die Kontaktdaten möglicher Mitarbeiter- Innen werden von der Stadt Eisenerz gesammelt. Ende Juni ist eine Infoveranstaltung geplant, außerdem will Anton Paar für interessierte Eisenerzer einen Tag der offenen Tür in Graz veranstalten. Langfristiges Ziel des Investors ist der sukzessive Ausbau der neuen Produktionsstätte zum Lehrbetrieb. Auf etwaige Förderungen will Anton Paar verzichten, die Mittel für den Bau der Betriebsstätte sind bereits vorhanden.

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Seite 16 18./19. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Obersteiermark. Als kommende Generation prägt die Jugend die Landwirtschaft mit ihrenWerten. Tierwohl und gesunde Lebensmittel sind hoch angeschrieben. Die nächste Generation auf den Höfen stand im Fokus der diesjährigen Woche der Landwirtschaft. Unter dem Motto „Future Farm Rockers – wir spielen Zukunftsmusik“ gab die Landwirtschaftskammer Steiermark Einblick ins Leben und in die Werte der bäuerlichen Jugend und ganz speziell angehender HofübernehmerInnen. Job und Hof. Zu diesen zählen Anna Lanzmaier und Markus Hafellner, die sich auf die Übernahme des Betriebs der Familie Hafellner in Proleb vorbereiten. Das Paar hat sich an der Uni in Graz kennengelernt, sie studiert Pharmazie, er Mathematik und Geografie auf Lehramt. Den Hof in herausfordernd steiler Lage auf dem Proleber Berg wollen die beiden künftig im Nebenerwerb führen. „Parallel zum Studium durfte ich damit beginnen, den Hof mitzugestalten“, sagt Markus Hafellner. Direktvermarktung. Hauptstandbein werde die Forstwirtschaft bleiben (66 der insgesamt 78 Hektar sind Wald, Anm.), das angehende Übernehmerpaar will aber verstärkt auch auf Lebensmittel-Direktvermarktung setzen. Die Zuchtrinder amHof sind in einem Stall mit permanentem Auslauf untergebracht, 20 Stück Damwild leben in einem zwei Hektar großen Gatter („erlaubt wären 40, aber sie sollen sich rühren können“, sagt der Junior), und auch Freilandschweine sind auf dem Proleber Berg daheim. Unlängst ist die Baugenehmigung für einen hofeigenen Schlachtraum für Damwild eingelangt. „Selbst zu schlachten und zu verarbeiten, spiegelt für mich auch einen gewissen Respekt vor dem Tier wider“, sagt Markus Hafellner. Freude an der Arbeit. Gesunde Lebensmittel sind auch für Freundin Anna ein bedeuten- „So tickt die junge Landwirtschaft“ Häufigste Antworten aus einer Studie zu Leben und Werten junger Menschen im agrarischen Schulwesen, Autor Leopold Kirner Arbeit und Beruf Was müsste Dir eine berufliche Tätigkeit bieten, damit Du zufrieden sein kannst? • Einen sicheren Arbeitsplatz. • Familie und Kinder sollen nicht zu kurz kommen. • Die Möglichkeit etwas zu tun, das ich sinnvoll finde und das Gefühl, etwas zu leisten. Pläne und Optimismus Hast Du feste Pläne für die Zukunft? • 30 Prozent der agrarischen SchülerInnen antworteten mit „Ja“. • Die Hälfte davon ist sich sicher, diese Pläne auch umsetzen zu können. Hof und Zukunft Was ist für Dich in Bezug auf die Landwirtschaft besonders wichtig? • Die Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. • Eine Landwirtschaft mit hohen Standards für Nutztiere. • Eine Landwirtschaft, die zum kulturellen Leben beiträgt. Jugend und Werte Mir persönlich ist in meinem Leben wichtig, dass ich... • mit den Menschen in meinem Umfeld eine gute Beziehung habe. • eine gute Ausbildung machen kann, eigenverantwortlich lebe und handle. • FreundInnen helfe und mich für sie einsetze. Liebe und Partnerschaft Bei meiner Partnerin/meinem Partner ist mir wichtig, dass... • ich mich auf sie/ihn verlassen kann. • wir gemeinsam Spaß haben. • sie/er treu ist und wir später einmal eine Familie gründen können. Freizeit und Hobbies Was machst Du in Deiner Freizeit? • Das Internet zur Unterhaltung und Kontaktpflege mit FreundInnen nutzen • Mich mit Tieren beschäftigen, mich in der Natur aufhalten. • Musik bewusst hören Ängste und Sorgen • Dass Umweltverschmutzung steigt • Dass Klimawandel bedrohlich wird • Dass die Familie zerbricht • Schwere Krankheit • Krieg in Europa (die Umfrage fand lange vor dem Ukraine-Krieg statt!). des Zukunftsthema. „Es ist ja generell so, dass die jungen Leute bewusster einkaufen und Wert legen auf Qualität und Herkunft“, sagt sie. Die Arbeit auf dem Hof sei für sie als Landwirtschafts-Quereinsteigerin durchaus herausfordernd, so Anna Lanzmaier: „Aber sie macht immer Freude, und ich habe das Denken in Generationen gelernt.“ Tierwohl. „Mit dem Fokus aufs Tierwohl kommen die Jungen dem Wunsch der Konsumenten sehr entgegen“, sagt die Es erklingt Zukunftsmusik auf Als Kammer-Fachberaterin und angehende Bäuerin kennt Anna-Maria Obergruber das Thema aus zahlreichen Perspektiven. Foto: KD Zitiert „Es zeigt sich, dass die Lebenszufriedenheit bei der bäuerlichen Jugend tendenziell höher ist.“ Andreas Steinegger Vizekanzler als Überbringer eines Gütesiegels Leoben. Bereits zum zweiten Mal wurde die Lebenshilfe Leoben heuer mit dem CAF-Gütesiegel ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine auf europäischer und internationaler Ebene anerkannte Zertifizierung, die hohe Qualitäts- und Serviceorientierung sowie effiziente Verwaltung bestätigt. Die Verleihung an Geschäftsführerin Heike Greimel erfolgte durch Vizekanzler Werner Kogler, der eigens zu diesemAnlass in die Steiermark angereist war. Gratulationen kamen außerdem von Thomas Prorok, Geschäftsführer des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ), in dem das österreichische CAF-Zentrum angesiedelt ist. Die für den CAF-Prozess bei der Lebenshilfe Leoben Verantwortlichen mit Werner Kogler und Gratulanten. Foto: Lebenshilfe

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