Obersteirische Rundschau, 4./5. Mai 2022, Ausgabe Mürztal-Waldheimat

Seite 26 4./5. Mai 2022 WERBUNG www.rundschau-medien.at AUSSI INS FREIE Gemeinsame Freude am Fußballspielen Spital/S. Einmal proWoche treffen sich in Spital am Semmering begeisterte Hobbyfußballer aller Altersklassen zum gemeinsamen Kicken. Wie Sport verbindet, zeigt einmal pro Woche eine Gruppe von Hobbyfußballern in Spital am Semmering. „Wir sind kein eigener Verein, sondern einfach eine Gruppe, die einmal wöchentlich gemeinsam kickt“, erklärt Organisator Christian Gatschelhofer, der „erst“ seit 1995 dabei ist, wie er selbst sagt. „In den 1970ern sind wir mit der Errichtung des Sportplatzes nach Spital gekommen, vorher wurde in Mürzzuschlag und in Hönigsberg gekickt“, erzählt der 75-jährige Hermann Rodler, der von Beginn an dabei war und auch heute noch Woche für Woche mitkickt. Der Älteste in der Runde ist er mit seinen 75 Jahren aktuell jedoch nicht. „Der Kober Franzi ist noch einmal zwei Jahre älter als ich“, so der begeisterte Kicker. Woche für Woche. War die Gruppe bis rund um die Jahrtausendwende eine reine Altherren-Fußballmannschaft, so gab es Anfang der 2000erJahren einen Umbruch. „Leider sind immer weniger gekommen und so war die Gruppe zum Aussterben schon fast verdammt. Wir haben dann ordentlich gekurbelt und versucht, junge Kicker zu begeistern“, erzählt Christian Gatschelhofer. Mit Erfolg, noch heute kicken bis zu 20 Hobbyfußballer von jung bis alt Woche für Woche mit. „Jeder ist bei uns willkommen, egal ob talentiert oder eben auch nicht. Vom zwölfjährigen Schüler über aktive Vereinsfußballer bis hin zu 70-jährigen Penionisten, sie alle sind bei uns dabei. Denn auch das Alter spielt bei uns keine Rolle, so sind die Jüngsten, die mitspielen, oft erst zehn oder zwölf Jahre alt. Und die Ältersten sind bereits Mitte 70“, sagt Christian Gatschelhofer. „So ist ein Vater-Sohn-Duo keine Seltenheit bei uns, davon haben wir sogar mehrere“, so der Hobbyfußballer. Jung und alt. „Ich bin einfach gerne dabei, weil es mir extrem Spaß bereitet, wenn jung und alt gemeinsam kicken“, erzählt der 19-jährige Tobias Polleres. „Und auch wenn man als Junger natürlich etwas Rücksicht auf die Älteren nimmt, so heißt es aufpassen. Einmal schlecht attackiert und man ist von den Routiniers schneller ausgespielt, als man schauen kann“, so der 19-jährige Schüler, der beim wöchentlichen Fußballtreff nicht nur auf verschiedenste Altersklassen, sondern auch auf Menschen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten trifft. „Das Berufsspektrum ist bei uns groß, genau weiß ich sie gar nicht alle. Aber vom Arzt und Bankdirektor über Schüler, Studenten und Beamte bis hin zumTischler, Polizisten und einfachen Werksarbeiter ist alles dabei“, so Christian Gatschelhofer. Egal ob Sommer oder Winter. Wäh- rend im Laufe der mehr als 50-jährigen Geschichte unzählige begeisterte Fußballer, darunter auch der ein oder andere spätere oder frühere Bundesligakicker, in Spital Jung und Alt kicken in Spital einmal pro Woche gemeinsam. Fotos: PA IM BEZIRK Zitiert „Das Alter spielt bei uns keine Rolle, so sind die Jüngsten, die mitspielen oft erst zehn oder zwölf Jahre alt. Und die Ältersten sind bereits Mitte 70.“ Christian Gatschelhofer Zitiert „Wir spielen im Winter immer montags und im Sommer immer mittwochs, das hat sich im Laufe der mehr als 50 Jahre irgendwie nie geändert.“ Hermann Rodler mitspielten, so ist eines seither gleich geblieben. „Wir spielen imWinter immer montags und im Sommer immer mittwochs, das hat sich irgendwie nie geändert“, erzählt Hermann Rodler. Und so benötigt es auch keine, wie heute oft üblich, gemeinsame WhatsApp-Gruppe oder Ähnliches. „Denn alle wissen, wann wir kicken und so sind eigentlich Woche für Woche nahezu immer genug da, um ein kleines Match zu spielen“, sagt Christian Gatschelhofer. Im Winter dient der Turnsaal der Spitaler Volksschule als Spielstätte und im Sommer der Spitaler Sportplatz. Und auch bei Turnieren sind die Spitaler Hobbykicker immer wieder im Einsatz, so zählen etwa das Benefizfußballturnier in Mürzzuschlag und das Steinhauser Vereinsturnier bereits zu den Fixpunkten im Kalender. Der Ehrgeiz kommt bei den Turnieren und beim wöchentlichen Match dabei nicht zu kurz, aber bei einem sind sich alle einig: „Die gemeinsame Bewegung und die Gesellschaft stehen immer imVordergrund!“

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