Obersteirische Rundschau, 4./5. Mai 2022, Ausgabe Mürztal-Waldheimat

Seite 21 4./5. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Mülltrennung Neuer Obmann für die Pendler Steiermark. Nach 28 Jahren als Obmann der steirischen Pendlerinitiative legte der Brucker Franz Gosch seine Funktion nun in die Hände seines Nachfolgers Peter Amreich. Dieser sieht es als seine wesentlichste Aufgabe, Maßnahmen für die Kostenentlastung der heimischen Pendler einzufordern. Parallel dazu will er sich auch mit einer Verbesserung der Infrastruktur im öffentlichen Verkehr und einer Aufwertung der 2006 gegründeten Mitfahrbörse befassen. Darüber hinaus wird eine „Pendlerförderung neu“ angedacht, mit der Betroffene die Gesamtkosten für das Pendeln künftig wie bereits Selbstständige steuerlich geltend machen könnten. Ausgehend von der Steiermark hat sich die von Gosch angestoßene Initiative mittlerweile österreichweit etabliert. Franz Gosch (li.) und sein Nachfolger Peter Amreich. Foto: Riedler uns alle täglich trifft. Daher sollten hier wieder mehr Bewusstsein schaffen“, sagte Regina Schrittwieser. Im Fokus dieses Pilotprojektes steht die Qualität der RestmüllTrennung, denn nach wie vor landen steiermarkweit bis zu 70 Prozent Fehlwürfe in der schwarzen Tonne. Das sind zur einen Hälfte biogene Abfälle, zur anderen Hälfte Wertstoffe wie Altpapier, Glas-, Metall und Kunststoffverpackungen. Einmal im Restmüll entsorgt, sind sie für das Recycling und als wertvolle Rohstoffe für immer verloren. „Wir brauchen einfach nur so trennen, wie wir es gelernt haben“, so Jochen Jance, Bürgermeister in St. Barbara. Großes Einsparpotenzial. Mit dem Projekt wollen die Gemeinden im Mürztal das Bewusstsein für richtige Mülltrennung stärken, Fehlwürfe verringern und so einen wichtigen Beitrag für Energie- und Rohstoffunabhängigkeit sowie Klimaschutz leisten. Die Initiative läuft bis April 2024. Ziel ist es, den Anteil an Fehlwürfen im Restmüll wesentlich zu reduzieren. Andreas Zöscher vom Mürztaler Abfallwirtschaftsverband sprach von einer siebenstelligen Summe, die durch eine bessere Trennung eingespart werden könnte. Unterstützung für das Vorhaben im Mürztal gibt es auch seitens des Landes Steiermark. „Wenn man in der aktuellen Zeit nicht sieht, wie wichtig Rohstoffe sind, der wird es auch nicht mehr lernen“, so Landesrat Johann Seitinger. „Die Umweltwirtschaft ist im Umbruch, hier müssen wir viele unserer bestehenden Systeme neu denken“, sagte Landesrätin Ursula Lackner. Ungestörter Bankbetrieb im Container Leoben. Trotz Hausumbau steht die Raiffeisenbank ihren Kunden uneingeschränkt zur Verfügung. Wegen der Umbauarbeiten am Gebäude der Raiffeisenbank am Leobener Hauptplatz läuft der Bankbetrieb seit einigen Tagen in dem davor aufgestellten zweigeschossigen Contai- nerbau. Das Privatkundengeschäft wird hier zur Gänze abgedeckt, ebenso wie Servicebank, Premiumberatung und Schalterbetrieb, außerdem ist ein Bankomat vor Ort. Grundsätzlich sind am Leobener Standort 42 MitarbeiterIn- nen beschäftigt. Einige von ihnen wurden auf die Filialen Trofaiach, Niklasdorf und Kapfenberg aufgeteilt, werden aber nach Abschluss der Bauarbeiten wieder zurückkehren. Auch der Mieter „Lernquadrat“ ist vorübergehend ausgesiedelt. Das nun leere Haus ermöglicht eine rasche Adaptierung, die Fertigstellung ist im ersten Quartal 2023 geplant. „Die Abläufe im Bankgeschäft haben sich stark verändert, deshalb passen wir die Räumlichkeiten den neuen Herausforderungen an“, sagt Bankstellenleiter Michael Sturm. Das komplette Haus wird barrierefrei, die Fassade wird saniert und auf die ursprüngliche Optik zurückgebaut. „Wir wollen dem Stadtbild etwas zurückgeben“, sagt der Direktor der Raiffeisenbank Leoben-Bruck Matthias Zitzenbacher. „Deshalb war die Vorgabe an die Architekten die Fassade des Hotels Post um das Jahr 1900.“ Das neue Haus soll wieder ein Begegnungszentrum werden, das auch Platz für Veranstaltungen bietet, mit großem Innenhof und Gastronomie im Erdgeschoss. Michael Sturm (li.) und Matthias Zitzenbacher in der „Containerbank“. Foto: KD

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