Obersteirische Rundschau, 4./5. Mai 2022, Ausgabe Mürztal-Waldheimat

Seite 13 4./5. Mai 2022 LOKALES www.rundschau-medien.at Roseggerstr. 10 I 8600 Bruck/Mur MO - FR 9 - 13 Uhr & 14 - 18 Uhr SA 8 - 12:30 Uhr T: 03862 52847 Am 8. Mai ist MUTTERTAG! Obersteiermark. Kindberg bekommt eine der ersten „Mint-Mittelschulen“. Mit der zugehörigen Strategie ist die Bildungsregion Obersteier- mark Ost in einer österreichweitenVorreiterrolle. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – diese vier Begriffe stecken in der Abkürzung Mint, die im heimischen Schulbetrieb ab dem kommenden Jahr massiv an Bedeutung gewinnen wird. Denn analog zu den etablierten Sport- und Musikmittelschulen wird es ab Herbst 2022 auch Mint-Mittelschulen geben. Pilotschule Kindberg. Österreichweit werden 50 Schulen den neuen Schwerpunkt mit entsprechend adaptiertem Stundenplan anbieten, die erste Mint-Mittelschule in unserer Region wird die Mittelschule Kindberg sein. „Wir haben uns für diesen Standort im Mürztal entschieden, weil wir gerade in Leoben etwa über Kooperationen mit der Uni und Betrieben schon starke Angebote in diese Richtung haben und einen wirklich neuen Impuls setzen wollten“, sagte der Leiter der Bildungsregion Obersteiermark Ost Claus Kastner bei einemMedientermin in Leoben. Mint-Strategie. Anlass der Pressekonferenz war die Präsentation der von der Bildungsregion ausgearbeiteten Mint-Strategie, federführend bei deren Erstellung war Schulqualitätsmanagerin Andrea Kuttenberger. „Die Obersteiermark Ost ist die erste Region, die das Thema so umfassend und präzise aufgearbeitet hat“, sagte Sektionschefin Doris Wagner vom Bildungsministerium. Das Konzept werde österreichweit Beispielwirkung haben. Eckpunkte der Strategie sind die Vernetzung mit außerschulischen Lernangeboten, die Begabungsförderung und ganz speziell die Weiterbildung von Lehrkräften. Auch die Abhaltung von Mint-Kongressen an der Montanuni unter Einbindung der Wirtschaft, pädagogischer Hochschulen sowie der FH Joanneum ist vorgesehen. Fächerbündel. „Wir brauchen ein Netzwerk von Klein auf bis hin zu den Universitäten“, sagte die steirische Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner. Ihr ist es auch ein Anliegen, Mädchen verstärkt für naturwissenschaftliche und technische Ausbildungen zu begeistern. Im Mint-Schwerpunkt, der mit Mathe, Chemie und Physik ja gleich mehrere oft als „Angstfächer“ benannte Gegenstände Technikregion legt in der Bildung vor bündelt, soll das (freilich auch für die Buben) mit projektbezogenem und fächerübergreifendem Unterricht gelingen. „So wird Mathematik nicht als Selbstzweck wahrgenommen, sondern als ein nützliches Werkzeug zum Lösen einer spannenden Aufgabe“, sagte Sektionschefin DorisWagner. Engagierte Uni. Gastgeberin der Pressekonferenz war die Montanuniversität Leoben. Nicht von ungefähr, denn die MintFörderung ist Rektor Wilfried Eichlseder ein großes persönliches Anliegen. „Mint ist Kernthema der Montanuniversität“, sagte er, „und in unserer Zeit, in der die Alltagstechnologie immer komplexer wird, ist es wichtig, Kindern Technik zum Angreifen und zum Begreifen zu bieten, um sie an das Thema heranzuführen.“ Das geschieht seit kurzem auch direkt in den Räumlichkeiten der Uni, wo ein Lehr-Lern-Labor eingerichtet wurde, das parallel zum Technik-Erlebnis für Kinder auch auf die Weiterbildung von Lehrkräften abzielt. Wilfried Eichlseder, Doris Wagner, Elisabeth Meixner, Andrea Kuttenberger und Claus Kastner (v. li.) bei der Präsentation der Mint-Strategie. Foto: KD Elisabeth Meixner: „Auch Mädchen für Technik begeistern.“ Foto: KD Wilfried Eichlseder: „Mint ist Kernthema der Montanuniversität.“ Foto: KD Doris Wagner: „Ein Konzept mit Beispielwirkung für Österreich.“ Foto: KD

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