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Seite 12

18./19. April 2018

LOKALES

www.rundschau-medien.at

Peter Rosegger hat sich aus

einfachsten Verhältnissen als

Waldbauernbub in die Litera-

turszene emporgearbeitet. Ei-

nerseits natürlich durch Bega-

bung und sein frühes Interesse

am Lesen und Schreiben, an-

dererseits durch die Förderung

von Gönnern. Anfangs war es

sein brotloser Wanderlehrer

Patterer, der bei ihm die Neu-

gier zur Bildung weckte, und

später sein wichtigster Förde-

rer, der Chefredakteur der Ta-

gespost Dr. Adalbert Svoboda,

der ihm auch den Kontakt zu

seinem Gönner, dem Brauin-

dustriellen Reininghaus her-

stellte. Mit 22 Jahren wurde er

somit aufgrund von Vermitt-

lung am 27. April 1865 in der

Grazer Akademie für Handel

und Industrie in die 2. Vorbe-

reitungsklasse aufgenommen.

Dort durfte er mit zwölf- bis

15-jährigen

Schulkollegen

den Unterricht genießen und

viereinhalb Jahre lang seinen

Bildungshorizont

erweitern.

Selbst was seine Unterkünf-

te betraf, hatte der Dichter,

bei dem es nach Verlassen

der Handelsakademie mit der

Schriftstellerkarriere steil nach

oben ging, stets Förderer und

Gönner. Heute würde man

von einem guten Netzwerk

sprechen. Ehrgeiz an Weiter-

bildung, Ausdauer, Fleiß sowie

Zielstrebigkeit und beste Kon-

takte ermöglichten es ihm, ein

freier Schriftsteller zu werden.

„Ein Talent hat jeder Mensch,

nur gehört zumeist das Licht

der Bildung dazu, um es auf-

zufinden. Soll sich die Bildung

dem Menschen anschließen

oder der Mensch der Bildung?

Wohl das Letztere!“

18

Eine Serie von Franz Preitler

Kapfenberg.

Das neueWerk

der Firma Pankl in Kapfen-

berg wurde im Beisein zahl-

reicher Ehrengäste feierlich

eröffnet. Der Bau von zwei

weiteren neuenWerken

wurde dabei angekündigt.

Rund ein Jahr nach der Fertig-

stellung des neuen Werkes der

Firma Pankl im Kapfenber-

ger Gewerbepark wurden die

neuen Räumlichkeiten nun

feierlich eröffnet und der Öf-

fentlichkeit vorgestellt. „Es ist

bereits das fünfte Großprojekt,

das wir seit dem Start unserer

Investitionsoffensive im Jahr

2012 im Großraum Kapfenberg

eröffnet haben. Insgesamt ha-

ben wir mehr als 100 Millionen

Euro investiert“, so Pankl-Ge-

schäftsführer Wolfgang Plasser.

Rund 45 Millionen sind alleine

in das neueHigh-Performance-

Antriebswerk in Kapfenberg

geflossen. Angekündigt haben

die Verantwortlichen von Pankl

auch den Bau von zwei weite-

ren Werken in Kapfenberg mit

einer Gesamtgröße von rund

80.000 Quadratmetern. 2019

soll bereits der Spatenstich

dafür erfolgen. „Diese beiden

Werke werden jedoch nicht in

einem Bauabschnitt, sondern-

in zwei bis drei erfolgen“, so

Plasser.

Der größte Bereich des neu-

eröffneten 8000 Quadratme-

ter großen Werkes ist die voll

digitalisierte und smart auto-

matisierte Getriebefertigung.

„Smart automatisiert bedeutet,

dass wir flexibel automatisiert

produzieren können. Wir ha-

ben im vergangenen Jahr rund

eine Million verschiedene Teile

erzeugt“, sagt Plasser. Der zwei-

te Teilbereich besteht aus einer

hochmodernen

Wärmebe-

handlungsanlage. „Damit kön-

nen wir noch bessere Qualität

gewährleisten“, sagt Plasser.

Der dritte Teilbereich betrifft

das Thema „Additive Manufac-

turing“. „Im Volksmund sagt

man auch 3D-Druck dazu“,

sagt Pankl-Vorstandsmitglied

Stefan Seidel. Hier gibt es eine

Kooperation mit Voestalpine

Böhler Edelstahl Kapfenberg,

wo die metallurgischen Pulver

erzeugt werden, die später für

den Druck benötigt werden.

„Am Standort Kapfenberg, wo

unsere

Tochtergesellschaft

Voestalpine Böhler Edelstahl

aktuell in weitere Aggregate

für die Herstellung von Metall-

pulver als Ausgangsmaterial

für den 3D-Druck investiert,

entsteht damit ein einzigar-

tiges

Know-how-Zentrum

für diese Technologie“, so

Voestalpine-Vorstand

Franz

Rotter. Gemeinsam mit der

Voestalpine, EOS und Quin-

tus wird das „Pankl Additive

Manufacturing

Competence

Center“ (PAMCC) betrieben.

Ziel ist es, diese zukunftswei-

sende Technologie weiterzu-

entwickeln, um sie speziell im

Automobil- und Luftfahrtbe-

reich zu etablieren. „Dieses

Vernetzen ist auch notwenig,

um auf dem internationalen

Markt bestehen zu können“,

sagt Rotter. „Das Mur-Mürztal

Pankl-Vorstandsmitglied Stefan Seidel führte durch das neue Werk.

Foto: PA

Über rund 8000 Quadratmeter erstreckt sich das neue Werk von Pankl im Kapfenberger Gewerbepark.

Foto: PA

Ein Werk eröffnet, zwei

Aufsichtsratsvorsitzender Stefan

Pierer.

Foto: PA