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Seite 8

5./6. April 2018

LOKALES

www.rundschau-medien.at

Die Bauernregel zum 5. April

lautet: „Ist St. Vinzenz Son-

nenschein, gibt es vielen guten

Wein.“ In seinen zahlreichen

Werken betrachtete Peter Ro-

segger mit Freude undWehmut

die Sonnen- und Schattensei-

ten des Lebens:

„Die Wahrheit

dieser Erde ist ernst und oft

trüb, aber sie verträgt es recht

gut, von ein bisschen Poesie be-

leuchtet zu werden, ohne dass

sie unwahr wird. Die derbsten

Wahrheiten muss man den

Leuten in Prosa sagen; in Ver-

sen halten sie alles für Kunst

und Spiel.“

So verhält es sich

im Jubiläumsjahr noch immer.

Wer Roseggers Schriften un-

voreingenommen liest, findet

darin ein Bewusstsein sittlicher

Werte, Humor und die Vorstel-

lung vom einfachen, naturna-

hen Leben. Während in seinem

Roman „Jakob der Letzte“ Pes-

simismus dominiert, entschei-

det sich Rosegger in seinem

Werk „Sonnenschein“ für das

Gute. Er bietet demLeser dieses

Buches Fröhlichkeit und Liebe

an:

„Nimmst du es an, so bringe

nur auch eine gute Stimmung

mit. Ich möchte nicht, dass es

mir am Ende erginge wie jenen

klugen Schildbürgern, die den

Sonnenschein

sackvollweise

tragen wollten in ihr Rathaus,

das keine Fenster hatte.“

Der

heurige Frühlingsbeginn über-

raschte mit Kälte und Schnee

und wir sehnen uns nach

wärmenden Sonnenstrahlen,

wozu Roseggers Zeilen passen:

„Die Sonne schenkt uns wun-

derschöne Frühlingsstunden,

ihre Energie gibt uns Kraft. Der

Frühling bringt nicht nur die

Natur zum Blühen, sondern

auch die Menschen.“

18

Eine Serie von Franz Preitler

Gemeinsamer Weg für

Obersteiermark.

Die Städte

Leoben, Kapfenberg und

Bruck wollen gemeinsam

versuchen, Start-Ups in

ihren Innenstädten zu

positionieren.

In der Brucker Regionalstelle

der Wirtschaftskammer prä-

sentierten Vertreter des Re-

gionalmanagements und der

Städte Bruck, Leoben und

Kapfenberg

ihre

Start-Up-

Offensive für die Region. „Im

Rahmen des Projektes ‚Start-

Up Cityregion‘ verfolgen die

Städte das Ziel, ein gemeinsa-

mes Gründerzentrum zu etab-

lieren, Leerstände zu reduzie-

ren und die Start-Up-Szene in

der Stadtregion zu fördern“,

sagte Regionalmanager Jochen

Werderitsch, der das Projekt im

Auftrag der Städte begleitete.

Ziel ist, die Leerstände in den

drei Innenstädten mit Start-

Ups zu füllen. Insgesamt 108

Leerstände wurden in den drei

Städten gefunden, für 14 wur-

den Nutzungsskizzen erarbei-

tet. Gestartet wird nun mit drei

Pilotprojekten, einem je Stadt.

„Wir müssen hier alle an einem

Strang ziehen. Wir können die

gleichen Dinge einmal gemein-

sam entwickeln und sparen

uns dabei Ressourcen. Wir tun

uns zusammen, und keiner ist

dem anderen etwas zu neidig“,

Junge Unterneh-

mer hatten die

Möglichkeit, sich

und ihre Start-

Ups zu präsentie-

ren.

Foto: PA

Roseggerausstellung eröffnet

Krieglach.

Im Beisein zahlrei-

cher Gäste eröffnete LH Her-

mann Schützenhöfer im Ro-

segger-Museum in Krieglach

die Ausstellung „Wem gehört

der Großglockner?“. Die von

Bianca Russ-Panhofer und

Karlheinz Wirnsberger kura-

tierte Schau zeigt neue, bisher

wenig beachtete Aspekte des

Lebens und der Biographie von

Peter Rosegger. Neben Bürger-

meisterin Regina Schrittwieser

wohnten auch Wolfgang Mu-

chitsch und Alexia Getzinger

vom Universalmuseum Joan-

neum der Veranstaltung als Eh-

rengäste bei.

Wolfgang Muchitsch, Bianca Russ-Panhofer, Hermann Schützenhöfer, Regina

Schrittwieser, Karlheinz Wirnsberger und Alexia Getzinger (v. li.).

Foto: Ebner

Förderungen für

die Jugendarbeit

Obersteiermark.

Die Landes-

regierung hat vor kurzem die

Förderbeiträge 2018 für die Ju-

gendarbeit freigegeben. An die

Jugendzentren Bunte Fabrik

in Kapfenberg, Hot in Mürz-

zuschlag, Spektrum in Leoben

und ClickIn in Frohnleiten

fließen jeweils 38.400 Euro,

der Youth Point Birkfeld erhält

36.200 Euro. Alle steirischen

Jugendzentren zusammen be-

kommen rund 1,4 Millionen

Euro, weitere 233.300 Euro

gehen als Basisförderung an

den Dachverband der Offenen

Jugendarbeit. Die sieben regi-

onalen Jugendmanagements

werden vom Land mit jeweils

57.100 Euro gestützt, die ge-

samte jährliche Fördersumme

beträgt somit knapp 2,05 Milli-

onen Euro.