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Seite 8

21./22. Februar 2018

LOKALES

www.rundschau-medien.at

Ein Brief, den Peter Rosegger

als 30-jähriger Schriftsteller

am 20. Februar 1873 seinem

Freund, August Brunnlechner,

Hütteningenieur und Bergaka-

demiker in Leoben, schrieb,

weist seine kritische Abneigung

gegen die Umweltverschmut-

zung auf:

„Ihr mit Eurem

Wühlen, Sengen und Brennen

richtet uns ohnehin dieWelt zu

Grunde […]. Zuerst sandte der

Herr die Sündflut: diese ver-

mochte die schöne Erde nicht

zu verderben, da sandte er die

Industrie – alle Berge werden

unterminiert, alle Wälder ver-

brannt; auf allen Wiesen und

Auen werden Fabriken gebaut,

alle Flüsse werden mit Kohlen-

ruß getrübt und die Luft wird

verdunkelt durch Rauch und

Asche.“

Im Jahr 1886 ließ er aus demEr-

trag seiner Vorlesungen in Tro-

faiach einen Park anpflanzen,

und als der Mariagrüner Wald

in Graz verkauft werden sollte,

machte er durch kritische Ar-

tikel 1894 darauf aufmerksam

und gewann die öffentliche

Meinung für sich, dass diese

Absicht aufgegeben werden

musste. Rosegger warnte als

einer der Ersten vor Hochwas-

serkatastrophen und Lawinen-

gefahr, ausgelöst durch unnöti-

ge Waldrodungen. Ganz gegen

den Wind gesprochen waren

seine Prophezeiungen nicht, so

beispielsweise eine im Heim-

garten:

„Wir müssen uns das

sehr dumme und verhängnis-

volle Vorurteil abgewöhnen,

als ob die Umkehr zur Länd-

lichkeit, zur Natur Rückschritt

bedeute. Das Heimfinden zur

Natur ist vielmehr das Ziel un-

serer Zivilisation.“

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Eine Serie von Franz Preitler

Neuer Notarzthubschrauber

mit Stützpunkt Obersteiermark

Obersteiermark.

Auf Beschluss

des Landes soll in naher Zu-

kunft ein dritter Notarzthub-

schrauber in der Steiermark

stationiert werden, der erst-

mals rund um die Uhr im

Dienst stehen wird. Zusätzlich

zu den bisherigen Hubschrau-

bern in Graz und Niederöblarn

wird er im gesamten Landesge-

biet zum Einsatz kommen. Die

diesbezügliche

europaweite

Ausschreibung steht unmittel-

bar bevor, der neue rund um

die Uhr besetzte Stützpunkt

soll im Zentralraum Oberstei-

ermark zwischen Bruck und

Spielberg eingerichtet werden.

Steirische Valentinstagsgrüße

Joglland.

Zum ersten Mal, seit

Bundespräsident

Alexander

van der Bellen im Amt ist, durf-

te die steirische Blumenstraße

Blumengrüße

überreichen.

Gemeinsam mit den Bundes-

gärten, dem Stadtgartenamt

und dem Blumenbüro Öster-

reich wurde der steirischen

Blumenstraße die Ehre zuteil,

Valentinsgrüße an das Staats-

oberhaupt zu überreichen. Vor

allem für die neu gewählten

Blumenhoheiten war dieser

Besuch ein besonderes Erleb-

nis. Blumenkönigin Helena

Schneeberger und ihre beiden

Prinzessinnen Kathrin Karel-

ly und Michaela Gaugl über-

brachten Alexander van der

Bellen und seiner Gattin Doris

SchmidauerdiesteirischenBlu-

mengrüße zum Valentinstag.

Begleitet wurden die Hoheiten

vom Obmann der steirischen

Blumenstraße Karl Gschaider.

Michaela Gaugl, Doris Schmidauer, Alexander van der Bellen, Helena Schneeber-

ger, Kathrin Karelly und Karl Gschaider (v. li.) in der Wiener Hofburg.

HBF/Lechner

Bruck.

IV-Präsident Georg

Knill war Gastredner

bei Landesrat Johann

Seitingers diesjährigem

Valentinsempfang.

Über sehr zahlreichen Besuch

freute sich Landesrat Johann

Seitinger bei seinem diesjäh-

rigen Valentinsempfang in

der Brucker Regionalstelle der

Wirtschaftskammer. Neben der

bekannt gemütlichen Atmo-

sphäre mag auch der Gastred-

ner zum Andrang beigetragen

haben: Georg Knill, seit ein-

einhalb Jahren als Nachfolger

Jochen

Pildner-Steinburgs

Präsident der Industriellenver-

einigung (IV) Steiermark. Der

45-jährige Weizer ist Chef der

Knill-Gruppe mit gut 2000 Mit-

arbeiterInnen in 16 Ländern.

„Wenn der Agrarlandesrat den

Industriepräsidenten in die

Wirtschaftskammer

einlädt,

dann ist das gelebte steirische

Zusammenarbeit“, sagte Knill

zur Eröffnung seines Vortrags,

in dem er den Stellenwert der

heimischen Industrie unter-

strich. „Der produzierende

Bereich generiert mehr als ein

Drittel der steirischen Wert-

schöpfung, die Zulieferer und

Dienstleister im Umfeld einge-

rechnet hat jeder zweite stei-

rische Arbeitsplatz zumindest

mittelbar Bezug zur Industrie“,

so Knill. Daher gebe es auch

kein „Groß gegen Klein“, son-

dern ausdrücklich ein „Groß

mit Klein“. Dadurch, dass die

Des Dichters Korrespondenz

Steiermark.

Die Landes-

bibliothek stellt mehr als

1000 Briefe aus demNachlass

Peter Roseggers online.

Die steiermärkische Landes-

bibliothek nimmt das heurige

Rosegger-Jubiläumsjahr zum

Anlass, vor allem unbekannte

Dokumente aus dem Nachlass

des Heimatdichters zu digita-

lisieren und über ein Online-

Portal der Öffentlichkeit zu-

gänglich zu machen. Neben

Werkmanuskripten, Urkunden

und Fotos werden so auch

1116 Briefe an 250 teils pro-

minente Korrespondenzpart-

ner Peter Roseggers allgemein

einsehbar, zur leichteren Les-

barkeit wurden einige davon

transkripiert. In den kommen-

den Jahren soll der gesamte im

Nachlass der Landesbibliothek

vorhandene Briefwechsel Pe-

ter Roseggers digitalisiert und

online gestellt werden. Nähere

Info und den Link zur Daten-

bank gibt es auf www.landesbi-

bliothek.steiermark.at.

„Es gibt