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Seite 12

10./11. Jänner 2018

LOKALES

www.rundschau-medien.at

Pfarrer David

Schwingenschuh,

Vizebürger-

meister Franz

Reithofer, das

Bläserquintett

und der „kleine

Peterl“ Manuel

Schmid vor dem

Abmarsch beim

Geburtshaus.

Foto: KK

Langenwang.

Das Kulturreferat

der Gemeinde Langenwang

lud zur bereits 28. Auflage der

Christtagsfreudewanderung

vom Geburtshaus Peter Roseg-

gers amAlpl nach Langenwang.

Imposant war wieder von Ma-

nuel Schmid in der Rolle des

kleinen Peterl angeführte Ein-

zug der rund 400 Wanderer

mit Fackeln bei Einbruch der

Dunkelheit in den Rathauspark

in Langenwang. Musikalisch

begleitet wurden die Wanderer

vom Bläserquintett des Musik-

vereines Langenwang.

400 auf Roseggers Spuren

Obersteiermark.

Peter

Roseggers Geburt jährt sich

heuer zum 175., sein Tod zum

100. Mal. Der Mürztaler Autor

Franz Preitler begleitet die

LeserInnen der Rundschau

durchs doppelte Gedenkjahr.

Hier sein erster Gastbeitrag.

Als Sohn einer amen Waldbau-

ernfamilie wurde Peter Roseg-

ger am 31. Juli 1843 in Alpl bei

Krieglach geboren. Sein Ge-

burtstag fiel auf den Gedenktag

„Petri Kettenfeier“, weswegen

ihm seine Eltern bei der Taufe

diesen Namen gaben. Lesen

und Schreiben erlernte Peter

anhand der imHerrgottswinkel

aufliegenden Bibel und durch

einen Wanderlehrer am Alpl.

Seine klug planende Mutter

schickte ihn 1854 in die Wald-

schule von St. Kathrein am

Hauenstein. Die Bemühungen

der Mutter, den schwachen

Jungen zur Berufung in den

geistlichen Stand zu bringen,

scheiterten, obwohl es ihm

nicht an Frömmigkeit fehlte.

Bis zu seinem 17. Lebensjahr

hat der kleine Junge auf dem

väterlichen Hof die Schafe ge-

hütet und auf seine Geschwis-

ter aufgepasst. Für die schwere

Arbeit eines Waldbauern war

er körperlich zu schwach. Aus

dem Grunde kam er drei Jahre

in die Lehre zum wandernden

Schneidermeister Ignaz Ortho-

fer. Er versuchte sich bereits

damals nebenher als Gele-

genheitsdichter und Vorleser.

Später fand er durch Beiträge

zur „Grazer Tagespost“ einen

Förderer in deren Schriftleiter

Adalbert Swoboda. Er und des-

sen Freunde ermöglichten ihm

den Besuch der Handelsaka-

demie in Graz. Ein Stipendi-

um des Landes Steiermark er-

möglichten ihm Reisen durch

Deutschland, Holland, Schweiz

und Italien.

Nach seiner Rückkehr lernte

er seine erste Frau Anna Pich-

ler kennen, die ihm zwei Kin-

der schenkte und bereits nach

zweijähriger Ehe verstarb. Der

36-jährigeWitwer ehelichte da-

raufhin Anna Knaur, ein 19jäh-

riges Mädchen, und wurde Va-

ter von drei weiteren Kindern.

Seine volkstümlichen Erzäh-

lungen erlebten immer grö-

ßere Auflagen. An seinem 70.

Geburtstag wurde Rosegger als

der bedeutendste Dichter der

Ein Jahr im Zeichen des Vor- und

Steiermark mehrfach Ehren-

doktor der Universitäten Hei-

delberg, Wien und Graz. Über

15 Millionen Bücher Roseggers

wurden verkauft, übersetzt in

22 Sprachen, dennoch blieb

ihm der Literaturnobelpreis

verwehrt. Am 26. Juni 1918 ist

er in Krieglach im Kreise seiner

Doppelter

Jubilar: Peter

Rosegger

wurde 1843

geboren und

verstarb 1918.

KK

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Leoben, Bruck.

Bleikristall, Sam-

meltassen,Hummelfiguren,Sil-

berleuchter, Bestecke, Por-

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Foto: GW